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01.07.2006


Betrachte den Schlummer des Kindes, dann hülle Dich in Schweigen, Liebe und Zärtlichkeit, so wird Dir das Geheimnis der Freude geschenkt  ... (Weisheit der Indianer)


Balto der wohl berühmteste Schlittenhund

Ende des 19. Jahrhunderts war Nome, Alaska, dem größten Goldrausch aller Zeiten verfallen. Um 1900 hatte die Stadt 20.000 Einwohner, nachdem an den Ständen des Bearing Seas Gold gefunden wurde.
Ein viertel Jahrhundert später war das meiste Gold verschwunden - und somit viele Einwohner. Die Stadt hatte nun gerade mal noch 1.400 Einwohner, die Stadt war 7 Monate im Jahr von Eis umgeben und der nächste Bahnhof war über 1000 km entfernt.

Nome konnte mit der Außenwelt nur mittels eines Radio Telegraphen kommunizieren, eine für die damalige Zeit noch neue Entwicklung. Die Post wurde über die einzige Verbindung zwischen Nome und Anchorage transportiert, dem so genannten Iditarod Trail. Diese Strecke wurde mit den besten Mushern aus Alaska zurückgelegt und ein Weg dauert etwa einen Monat.

Am 20. Januar 1925 kam ein Radio-Signal aus Nome, dass dort die Diphtherie ausgebrochen sei und man kein Serum habe.

Der einzige Arzt in Nome hatte einige Diphtherie-Fälle festgestellt, einer gefährlichen Krankheit, die schnell epidemische Ausmaße annehmen kann. Besonders die Inuit Indianer waren gefährdet. Die Grippe und Masern hatten schon früher ganze Dörfer ausgerottet. Die verzweifelte Suche nach dem Serum begann...

Seattle meldet, dass frisches Serum vorhanden wäre und und dass Flugzeuge für den Transport nach Nome bereitständen.

Aber es war tiefster arktischer Winter in Nome. Es gab heftige Schneestürme und die Temperaturen waren weit unter Null. Die ständige Halbdunkelheit kam noch erschwerend hinzu. Die technischen Eigenschaften der damaligen Flugzeuge machten einen Flug unmöglich.

Anchorage meldet, dass 300.000 Einheiten des Serums am Bahnhofskrankenhaus zur Verfügung stünden. Es sei möglich, diese Pakete mit der Bahn nach Nenanah zu transportieren, von wo aus sie über den Iditarod Trail nach Nome gebracht werden müssten.

Selbst im 20. Jahrhundert war nicht alles mit Maschinen möglich. Die Menschen haben seit Jahren auf mutige Männer und starke Hunde vertraut, sie würden es auch diesmal machen.

Am nächsten Tag starben 3 Kinder in Nome und weitere Diphtherie-Fälle wurden registriert. Die Zeit würde über Leben und Tod entscheiden.

Eine Kette von Hundegespannen entlang des Iditarod Trails wurde organisiert.

27. Januar 1925 - Das Serum kommt mit dem Zug in Nenanah an und der Staffellauf zur befallenen Stadt begann.

"Wild Bill" Shannon machte sich als erster Musher auf den Weg. Außer dem Schleifen des Schlittens, den Schritten seiner Hunde und seiner eigenen Schritte war kein Geräusch zu hören. Die Temperatur fiel schnell. Als Shannon startete, war sie bei minus 30 Grad, als er in Tolovana ankam, gut 80 km von Nenanah entfernt, war sie bei minus 50 Grad. Halb erfroren übergab er das Serum an Edgar Kalland.

28. - 29. Januar 1925

Das inzwischen gefrorene Serum wanderte von einer eisigen Hand zur nächsten. Eskimos, Indianer und weiße Musher waren an diesem Wettrennen gegen den Tod beteiligt.

 Kalland (50 km) - erstaunliche Durchnittsgeschwindigkeit von 15 kmh

Dan Green (45 km)

Johnny Folger (42 km)

Sam Joseph (55 km)

Titus Nikolai (39 km)

Dave Corning (48 km)

Harry Pitka (48 km)

Bill McCarty (45 km)

Edgar Nollner (39 km)

 

January 30, 1925

 

George Nollner (48 km)

Tommy Patsy (58 km)

Jackscrew, der Koyukuk Indianer (64 km)

Victor Anagick (55 km)

Myles Gonangnan (64 km)

 

Einen Kilometer nachdem Henry Ivanoff, ein russischer Eskimo, das Serum in Shaktolik übernommen hat, wollten seine Hunde ein Rentier jagen. Noch während er damit beschäftigt war, die Hunde zur Ruhe zu bringen und das Gespann zu sortieren, sah er Leonard Seppala, den größten Musher in der Gegend mit seinem Hund Togo, einem der besten Schlittenhunde.

Seppala und seine Sibirian Huskies sind dem Serum aus Nome - immer noch knapp 250 km entfernt - entgegengefahren, um es dort nach Nome zu bringen.

Seppala fuhr knapp 150 km bis zum nächsten Übergabepunkt.
Jeder Hund im Gespann spielt eine wichtige Rolle, aber es ist der Leithund, der das Gespann und den Musher sicher führen muss. Er muss gehorsam sein, aber trotzdem einen untrüglichen Sinn führ drohende Gefahr besitzen und den Trail finden.
Als der Sturm heftiger wurde, musste Seppala sich entscheiden, ob er eine Abkürzung über den zugefrorenen Norton Sound wagen sollte, oder den sichereren Weg außen herum. Meerwasser wurde vom Wind über das Eis gespült und das Eis drohte jeden Augenblick zu bersten, aber Togo führte das Gespann geradewegs über das Eis an das rettende Ufer auf der anderen Seite. Drei Stunden danach brach das Eis.

1. Februar 1925

Mitten im dichtesten Schneesturm wurde das Serum von Seppala an Charlie Olson (40 km) und dann an Gunnar Kaasen weitergegeben.

Hätte Kaasen vorher auch nur eine Idee gehabt, wie schlimm der Sturm werden würde, hätte er nicht Balto als Leithund ausgewählt. Obwohl Balto einer von Seppala Hunden war, war er kein sehr guter Leithund. Aber Balto bewies seinen Mut, als er sich in den tobenden Schneesturm stürzte. An einer Stelle nur hielt er an, er rettete damit seinen Musher und das Gespann vor dem sicheren Tod im Topkok River.

  

Niemand hatte Hoffnung, dass Kaasen es durch den Sturm schaffen würde. Als er an der letzten Übergabestation - 33 Kilometer von Nome entfernt - ankam, fand er seine Ablösung schlafend vor. Die Zeit drängte, das Team lief gut, und so kämpfte er sich mutig weiter. Die Belastungsprobe wurde noch verschärft, als ein plötzlicher, sehr heftiger Windstoß seinen Schlitten samt Hunden vom Boden abhob. Während er Schlitten und Hunde wieder in Ordnung brachte, sank sein Mut: Das Serum war weg. Mit blanken Händen durchwühlte er den Schnee und wie durch ein Wunder fand er es wieder.

2. Februar 1925

  

 

Noch vor Sonnenaufgang am 2. Februar 1925 führte Balto Gunnar Kaasen's Team nach Nome. Die Stadt war gerettet! Vollkommen erschöpft und halb erfroren nach diesen gut 85 (!) Kilometern wurden Kaasen, Balto und der Rest des Teams wie Helden gefeiert.

Die 1085 km lange Strecke wurde ich 127,5 Stunden zurückgelegt, das gilt bis heute als Weltrekord!

Der Ruhm währte nur kurze Zeit. Hollywood Produzent Sol Lessner brachte die Hunde nach Los Angeles und drehte einen 30-minütigen Film "Balto's Race to Nome". Kaasen und sein Team tourten zwischen Sommer und Herbst 1925 durch die Vereinigten Staaten. In dieser Zeit wurde auch das Denkmal im Central Park errichtet.

 

Balto und sein Team wurden an einen unbekannten Vorstadtproduzenten verkauft und 2 Jahre später waren sie fast komplett vergessen.

Ein Geschäftsmann aus Cleveland - George Kimble - entdeckte in einem Billigmuseum die Hunde, die verwahrlost, krank und misshandelt waren. Er vereinbarte, die Hunde für eine Summe von 2000 USD zu kaufen (eine Menge Geld in der damaligen Zeit!), weil er sich gut an die berühmte Story von Balto erinnerte. In einer einmaligen Sammelaktion, an der sich Schulkinder, der Western Reserve Kennel Club, Hotels, Geschäfte, Fabrikarbeiter und viele mehr beteiligten, kam in kurzer Zeit die Kaufsumme und der Betrag für die Überfahrt zusammen.

19. März 1927

Balto und seine 6 Gefährten wurden nach Cleveland gebracht, wo man ihnen in einer Triumphparade über den Public Square einen heldenhaften Empfang bot. Danach wurden die Hunde in den Cleveland Zoo gebraucht, um den Rest ihres Lebens in Würde zu verbringen. Am ersten Tag kamen 15.000 Menschen, um die Hunde zu sehen.

Balto starb am 14. März 1933 im Alter von 11 Jahren.

Die Leiche des Huskies wurde in das Cleveland Museum of Natural History gebracht, wo sie als Erinnerung an das heldenhafte Rennen gegen den Tod dient.

 



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Stand: 27. Dezember 2014