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01.07.2006


Auch wenn die Zeiten noch so schwierig sind - jeder Tag ist gut - weil Du am Leben bist, ist jeder Tag gut ... (HENRY OLD COYOTE - Crow)


Hier ist eine kleiner Auszug aus unserem Training und unserer sonstigen Arbeit mit den Hunden


Hier können alle interessierten Leser mitverfolgen wie wir unsere Hunde auf die anspruchsvollen Trails vorbereiten, unseren Nachwuchs ausbilden, das ganz Jahr mit unseren Hunden arbeiten und uns um sie kümmern und natürlich auch lustige und erfahrenswerte Episoden aus unserem Alltag ... wie wir mit unseren Hunden trotz der schlechten Wetterbedingungen für unseren Sport den Leistungsstand halten und über Jahre verbessern ...

Wir wollen auch allen Interessierten unsere Erfahrungen aus dem Training aufzeigen. Damit werden allerdings keine allgemeingültigen, für alle nutzbare Trainingsrichtlinien von uns aufgestellt. In erster Linie bestimmen unsere Hunde(-typen) das Training und in zweiter Linie bestimmen natürlich die gesteckten Ziele den Aufwand und das Training. Alles was wir tun läuft auf der Basis unserer langjährigen internationalen Erfahrungen im Sprint, Middle-Distance und Long-Trail sowie der in unserem Zwinger stehenden Hundetypen. Interessierte können sich Anregungen holen, jedoch ist nicht alles eins zu eins übertragbar. Dies bitte unbedingt beachten!


06.11.2013

am 02. und 03.11.2013 stand der nächste Test für unser junges Team an. Da wurde das internationale Schlittenhunderennen in Oberndorf/Geslau ausgetragen. Mit einer Rekordbeteiligung von 168 Startern und dem ersten Nachtlauf auf einem Sprintrennen stellten wir uns einer guten und starken Konkurrenz. Mit dem Team Kim, Kay, Grete, Turbo, Kalle, Bony, Scotty und Blade startete ich und Christiane mit dem Team Louis, Bono, Yepa, Akhemo, Daktota, Kimba, Lulu, Janka in der Klasse ANR (8-Hunde). 

Das Wetter war wie so oft sehr bescheiden :-) Es regnete viel und machte den Trail tief und schwer und jede Fahrt wurde zu einer Schlammschlacht. Mit unserem schnellen Team fuhr ich am Samstag mit der sensationellen Zeit von 15:39 und am Sonntag wegen des noch tieferen Trails mit 17:33 auf den ersten Platz. Christiane erreichte mit dem 2. Team noch Platz 4. Wir waren sehr zufrieden. Der 2. Start mit dem Rennteam und der 2. Sieg. Anzumerken ist noch, dass ich mit meinem schweren Trainingswagen (120 Kg) und Christiane mit einem 80Kg-wagen gefahren sind.

Ich habe ja an beiden Tagen auch in Oberndorf meine Kamera mitlaufen lassen und jetzt mal geschaut was zu sehen ist... am 2. Tag leider nur der Start dann war die Kamera mit Schlamm zu. Am ersten Tag ist mehr zu sehen und das habe ich mal etwas aufbereitet, aber zwischendurch ist nur Matsch zu sehen ... Sorry... Meine Kamera hat einen Selbstreinigungseffekt durch die Linsenformung und deshalb wird die Sicht immer wieder mal frei... - wer es sich anschauen will...

Video zum Samstaglauf in Oberndorf/Geslau <hier klicken>

Zum Rennen Oberndorf.... weitere schöne Bilder, Berichte wie auch die Rennberichte könnt ihr unter den folgenden Links anschauen:  

http://www.sleddogfriends.de/1/index.html

http://www.sleddogfriends.de/1/2013.html

http://www.sleddogfriends.de/1/ergebnis.html


21.10.2013

am 19. und 20.10.2013 wurde der erste Lauf zur Mitteldeutschen Meisterschaft in Dieskau bei Halle ausgetragen und ich war mit dem Team Kim, Kay, Turbo, Grete, Kalle, Bony, Scotty und Bono in der Klasse ANR (8 Hunde) am Start. Ich fuhr in meiner Klasse zweimal Bestzeiten und wurde unangefochtener Erster. Nun sind meine Chancen auf den Titel des Mitteldeutschen Meisters beim 2. Lauf am 08./09.03.2014 sehr Groß. Dies war das erste Sprintrennen in der neuen Saison und der Auftakt ist mehr als gelungen.

hier bei der Siegerehrung (Kim wollte erst gar nicht mit auf das Podest :-))

Ich habe an beiden Renntagen die Kamera mitlaufen lassen und hier sind die beiden Videos dazu... sind echt verwackelt aber ich hoffe man kann trotzdem etwas sehen. Am ersten Tag ca. 4 Km und am zweiten Tag wurde die Strecke wegen der Wärme auf ca 2,xx Km verkürzt...

1. und 2. Lauf auf der Mitteldeutschen Meisterschaft <hier klicken>

Weitere Bilder, Berichte  und Rennergebnisse <hier klicken>


28.04.2013

heute war ich auch mal wieder unterwegs. Diesmal mit den Pelzkappen :-) - Man muss in diesen Monaten jeden Tag für längere Strecken ausnützen der geht :-) - soll ja wieder wärmer werden...

das Team: Bono, Limo, Turbo, Akhemo, Chinok, Tatonka, Dakota, Kimba
Strecke: 25 Km in 1 Std 51 Min - anspruchsvoll - wie immer bei mir :-)
Gewicht: 220 Kg

Der Boden war noch weich und tief durch den vielen Regen, aber von oben kam wenigstens nichts :-). Der Youngster Turbo hat es super gemacht und er steckt die Strecken in dem Tempo immer besser weg und seine Erholungsphasen werden immer kürzer. Und da er noch nicht mal ein Jahr ist... super... Chinok, Tatonka, Dakota, Kimba und Akhemo hatten erwartungsgemäß etwas mehr Probleme mit dem Wetter. Es waren ca. 11 Grad und irgendwie schwül. Doch mit den entsprechenden Pausen ging es super. Bei diesem Team ist die Höchstgeschwindigkeit nicht so hoch und trotzdem läuft das Team im Endeffekt unwesentlich langsamer auf die Gesamtstrecke gesehen. So hat dieses Team 30,5 Km/h Höchstgeschwindigkeit und das Alaskanerteam mit Louis und Kim 34,8 Km/h. Natürlich - 2 - 3 Km/h im Durchschnitt ist schon eine Welt, trotzdem wundere ich mich immer wieder... und... es sind ja vom Typ her auch ganz andere Hunde!

Man muss auch beachten, dass Geschwindigkeit sehr sehr viel mehr Energie erfordert und die Pelzkappen einfach mehr wie ein Zug laufen :-) - Nur 1 Km/h höherer Schnitt kostet unmengen mehr an Kraft und Ausdauer. das weis jeder der selbst läuft :-) - von daher bin ich super zufrieden. Dazu kommt noch das gerade Chinok nicht der geborene Sprinter ist :-) - aber je schwerer und tiefer Trail - an den langen Anstiegen... schweinkalt und dazu noch Sturm - das ist Chinoks Welt, da läuft er zu Höchstleistungen auf :-) und gerade deshalb bin ich mit den Zeiten mehr als Hochzufrieden.

Es laufen auch schon die ersten festen Anmeldungen für das Trainingslager im August ein... ich freue mich sehr darüber....


27.04.2013

Nach langer zeit komme ich endlich auch mal wieder dazu etwas in das Tagebuch zu schreiben:

Zunächst einmal Destne - Sedivackuv Long 2013 (eines der härtesten Schlittenhunderennen in Mitteleuropa):

Das Rennen ist für mich super gelaufen. In meiner Klasse "unlimitiert Offen" habe ich in dem anspruchsvollen internationalen Starterfeld als bester deutscher mit dem 6. Rang abschließen können. Mit den gefahrenen Zeiten wäre ich 2012 unter den ersten 3 gewesen. Doch dieses Mal waren die ganzen sehr guten Teams aus der Tschechei am Start. Das hat das Niveau um einiges angehoben. Die Wetterverhältnisse haben 2013 keine Streckenverkürzungen ergeben und wir sind die volle Distanz auf jeder Etappe gefahren. 1. Tag 65 Km - 2. Tag 90 Km - 3. Tag 55 Km - 4. Tag 35 Km mit den kompletten Höhenmetern von ca. 7000. Was auch dieses Mal für eine sehr hohe Ausfallrate im Teilnehmerfeld gesorgt hat. Bei der Siegerehrung sind die durch gefahrenen Teams sehr übersichtlich :-) - Doch wer in Destne die KO-Strecke nehmen muss ... ist keine Schande, denn es ist wirklich ein hartes Rennen.

Ich bin mit sehr jungen Hunden und eigentlich zu wenig Trainingskilometern in die Tschechei gefahren und wollte trotzdem mal sehen was geht. Beim ersten Start will man nur durch kommen, beim 2. Start will man eben besser durch kommen :-) und da es meine 3. Teilnahme war.... :-)

Ich hatte einen klaren Plan wie ich fahren wollte und der ging zu 100% trotz der schlechten Vorbereitung auf. Die jungen Hunde zeigten sich super und lassen mich für 2014 mit guten Dingen an die Arbeit mit den Hunden gehen. Denn mit gerade mal 18 Monaten haben diese Vierbeiner noch eine Entwicklungszeit vor sich und werden ja erst noch richtig gut. Es zeigte kein Hund mentale Schwächen und auch körperlich waren alle in der Lage die harten Trails sehr gut durch zu laufen.

Ich war mit allem sehr zufrieden. Mein Training greift, meine Fütterung funktioniert und nun werde ich es weiter führen und sehen was 2014 geht :-)

Nun zum Aktuellen:

So - nach der letzten doch recht warmen Woche war es heute mal wieder kühler und die Temperaturen gingen unter die 10 Grad. Dafür hat es geregnet wie blöde und es hat sich dadurch alles etwas kälter angefühlt.

Nach den kurzen Einheiten der letzten Tage konnte ich heute die Hunde mal wieder laufen lassen und herausgekommen ist folgende Trainingseinheit:

Strecke: 28 Km in 1 Std 33 Minuten
Streckenprofil: sehr hügelig und anspruchsvoll mit ca. 700 Höhenmetern
Wetter: sehr feucht :-) - ich habe ausgesehen wie ein Motorcrosfahrer und alle die mich unterwegs gesehen haben - haben nur gelacht
das Team: Louis, Kim, Kalle, Kay, Bony, Maya, Cloud, Narnja
Gesamtgewicht: 220 Kg

Sie sind gelaufen als gäbe es kein Morgen. Ich musste sie nicht antreiben eher zurückhalten. Ich hatte auch noch etwas Angst wegen meiner Zugleine (ich habe noch nicht meine neuen), denn wenn sie angezogen haben gab es jedesmal einen riesen Ruck an meinem schweren Wagen dessen 120 Kg sie überhaupt nicht beeindruckt haben.

Maya und Narnja sind zwei Hündinnen die ich von Gerhard zum Training habe. Die beiden kamen untrainiert zu mir und haben schnell gelernt das hier bei mir alles anders ist :-). Sie zeigen sich gut und mein Training schlägt auch bei den beiden an. Vom Sprint kommend haben sie sich hier bei mir recht schnell zu Distanzhunden entwickelt. Mal sehen was noch aus den Beiden wird... Gerhard will ja auch die Strecke auf MD wechseln, doch er kann nicht so wie ich trainieren. So tauschen wir unsere Erfahrungen aus - er nimmt meine detaillierten Trainingsergebnisse und baut sie in seine Zucht ein. Heraus kommen superschnelle Distanzhunde wie sich ja zeigt...

Auch die anderen Nachwuchshunde machen sich super:
- Turbo (der ja eigentlich zum Alex gehen sollte) macht seinem Namen immer mehr Ehre. Er ist schnell und ausdauernd - lediglich seinem noch sehr jungen Alter von nicht mal einem Jahr muss ich noch mit Vorsicht begegnen und ihn schonen. Schwächen zeigt er bisher keine
- Sivan und Yepa (die beiden jüngsten - mit Ididaroad-Finishern im Blut) machen sich im Geschirr einfach nur super und arbeiten. Sie sind ja erst 6 Monate alt... doch was sie mir jetzt schon zeigen ist einfach nur toll...

Die erfahrenen:
- Akhemo, Dakota, Kimba, Chinok und Tatonka haben erfahrungsgemäß mit der Wärme etwas mehr Probleme und werden im Sommer deshalb mehr geschont. Doch sie sind alle super drauf.
- Limo und Bono laufen wie bekloppt und sind auch meine Leaderteacher für die Jungen. Chinok und Tatonka bilden ebenfalls sehr gut aus und zeigen ohne mein dazutun den Jungen im Gespann was sie dürfen und was nicht :-) - ein super Ausbildungserleichterung :-)

So - das war mal wieder etwas aus dem Globusline-Kennel...


03.09.2012

Das Wetter war für das Training in den ganzen letzten Wochen sehr durchwachsen. Trotzdem konnten wir unsere Erhaltungsziele gut erreichen und nun müssen wir schon Gas geben um unsere Saisonziele verwirklichen zu können. In der letzten Zeit hat sich auf unserer Internetseite nicht ganz so viel getan... Nun das hatte natürlich auch seinen Grund :-)

So haben wir im Thüringer Wald ein Trainingslager über 6 Tage organisiert und durchgeführt. Dazu waren einige Musher mit Ihren Hunden eingeladen und sind gern gekommen. Obwohl das Trainingslager im August stattfand konnten Morgens und Abends zusammen 11 Km pro Tag gefahren werden. Dies wurde von allen ausgenutzt und es hat keinen Tag gegeben an dem nicht eingespannt worden ist. Es war nicht Ziel viele Kilometer zu fahren sondern es wurden tägliche Ausbildungseinheiten von mir durchgeführt. Es stand allerdings nicht nur Theorie auf dem Plan sondern eben die praktische Durchführung von Übungen wie unter anderem das Überholen und das Head on Passing. Es waren auch alle Gespannarten vom Fahrrad über den Dogscooter bis hin zu 8er-Teams vor Ort und der Wissenstand der Teilnehmer ging von totaler Anfänger bis hin zu sehr erfahren. Die Strecken wurden so aufgebaut, dass sich alle Übungen per Zufall ergaben und dadurch auch nicht als "gestellt" empfunden wurden. Das erforderliche Verhalten und wie "macht man es richtig" wurde von mir vor dem Start erklärt und dann fuhren alle gleichzeitig los und trafen sich auf der Strecke. Dazu wurden noch Verhalten der Musher beim Einspannen und unterwegs sowie die Ausrüstungsteile der einzelnen Teilnehmer von mir beobachtet und auf Wunsch entsprechendes Fehlverhalten korrigiert. Nach den Fahrten wurden die Erlebnisse ausgetauscht, Fehlverhalten besprochen und korrigiert. Natürlich wurde auch die Freude und der Stolz über das erfolgreiche Überholen oder der anderen Übungen geteilt :-) Ich habe die gesamte Ausrüstung für ein LD-Rennen mit Biwakübernachtung vorgestellt und die Teilnehmer durften einmal einen Schlitten packen - es konnte vieles ausprobiert werden und so kamen auch die Hunde in Sachen kennenlernen und Ausbildung nicht zu kurz... und noch vieles vieles vieles mehr... Natürlich kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz :-)

Es war das erste Trainings- oder Ausbildungstreffen in dieser Art und es war so erfolgreich für die Teilnehmer, dass nun ständig nach weiteren solcher Treffen gefragt wird und das nächste schon in Planung ist. Dazu können sich alle Interessierten bei mir per Mail anmelden bzw. Informationen anfordern. Es wurden ca. 2.500 Bilder gemacht und viele Filmsequenzen gedreht. Wenn dieses umfangreiche Material gesichtet worden ist, dann wird es auch einen Gesamtfilm über das Treffen geben.

Dann wurden in der Zwischenzeit wieder mehrere Hunde von mir angelernt und ausgebildet, was ebenfalls meine Zeit gut in Anspruch genommen hat :-) - Unsere Huskyfarm mit Ausbau und Weiterentwicklungen auf allen Gebieten hat ebenfalls viele Ressourcen gebunden. Und dann hatten wir ja auch noch viele nette Gäste bei unseren Sommerevents.


05.07.2012

Auch im Juni hat das Wetter hat nahezu jedes vernünftige Training verhindert. Temperaturen und hohe Schwüle zwangen uns wieder zu anderen Aktivitäten. So habe ich meinen Hundetransportanhänger endlich umgebaut und farblich neu gestaltet :-).

Auch sind bei uns kurzfristig zwei neue Hunde aus einem Sprintteam eingezogen, die nun von mir auf Distanz trainiert werden sollen. Wir werden sehen wie sie sich machen und ob die Umstellung von Schnell auf Weit von Ihnen mit gemacht wird.


03.06.2012

Der Mai war kein guter Trainingsmonat. Das Wetter hat nahezu jedes vernünftige Training verhindert. Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad mit hoher schwüle zwangen uns einfach zu anderen Aktivitäten. Der letzte Maitag brachte dann etwas Abkühlung und weniger Luftfeuchtigkeit. Sofort wurde der Trainingswagen heraus geholt und gefahren. Es war nun nicht gerade kalt aber die Bedingungen waren erheblich besser und so konnten ein paar Fahrten absolviert werden. Mal sehen was uns der Juni beschert...

Die warme Periode wurde für die Entwurmungen und allerlei Reparaturen genutzt. Der Winter und ungeduldige Hunde haben ja einiges in Mitleidenschaft gezogen. Dann haben wir begonnen unsere Einfahrt zu befestigen. Unseren Hundeanhänger haben wir ausgetauscht und sind nun etwas mobiler geworden.


05.05.2012

Das Wetter ist leider sehr warm und das Training und unsere Gästefahrten damit doch sehr erschwert. So fahren wir gemütlicher mit viel Pausen und versuchen an Kondition zu halten was bei der Witterung zu halten ist und unsere Gäste haben alle Verständnis dafür, dass wir unsere Hunde im Frühjahr und Sommer nicht sinnlos durch die Gegend hetzen, sondern eben mit entsprechenden Pausen dem Wetter gerecht werden. Doch der Sommer bietet auch viele Möglichkeiten die Disziplin im Gespann zu erhöhen, Checkpointarbeit zu üben und einfach den Ausbildungsstand zu halten und zu erhöhen.

Der Sommer wird auch genutzt um zu reparieren was im Winter kaputt gegangen ist und grundsätzliche Ausbauarbeiten an unserer Huskyfarm vorzunehmen, um unseren Gästen immer mehr bieten zu können. Wir hatten wieder ganz viele nette Gäste aus ganz Europa bei uns und konnten mit einigen Mythen, die um die nordischen Hunde im Umlauf sind, aufräumen. Unsere vielfältigen und umfangreichen Informationen die mit Bildern illustriert in unseren Kursen und Workshops in der Einweisung vermittelt worden sind sorgten für so manches Aha-Erlebnis und Überraschungen. Alle haben etwas mitnehmen können dabei war es egal ob Hundebesitzer oder nicht. In den Gesprächen danach fingen ganz viele Sätze mit "das habe ich nicht gewusst" oder "das hat mich sehr überrascht" oder "Mist - hätte ich das früher gewusst hätte ich vieles anders gemacht" an.

Was unsere Gäste an unseren Hunden außer dem unbändigen Arbeitswillen am meisten beeindruckt ist die absolute Freundlichkeit gegenüber Menschen. Nach anfänglicher Zurückhaltung saßen unsere Gäste dann fast nur noch bei unseren Hunden und streichelten was das Zeug hielt :-).

Auch unsere aktive Arbeit im Tierschutzbereich wurde mit großem Erstaunen wahrgenommen und gewürdigt. Für diesen Bereich, den wir ja ohne Organisation im Rücken selbst finanzieren, konnten wir auch viel Lob ernten. Es erkannten doch sehr viele Gäste das aus unseren "Sorgenkindern" wieder normale Hunde geworden sind und jetzt wieder glücklich leben können. Dafür danken wir sehr. In vielen Gesprächen haben unsere Gäste mit uns über Sinn und Unsinn im Tierschutz gesprochen, über "Geldmacherei" mit dem Leid von Tieren und über bestimmte Praktiken von Tierheimen und "Tierschutzorganisationen", über das Verfahren mit den Hundeproblemen in bestimmten Ländern und das Importieren von Straßenhunden nach Deutschland bis hin zur Nutztierhaltung.

Unsere Zughundeschule konnte auch wieder viele Hunde und deren Besitzer glücklich machen. Durch unsere Ausbildung wurden die Hunde ruhiger und ausgeglichener, viele Probleme mit den Hunden erledigten sich von ganz allein indem sie sich einfach körperlich und mental ausarbeiten konnten. Oder viele Hunde fanden einfach mit Freude eine neue Aufgabe die sie nun mit großer Begeisterung ausüben. Vor allem wie schnell die Hunde daran gefallen fanden hat Ihre Besitzer doch sehr überrascht und bei einigen ist das Fieber auch über gesprungen :-)

Dann haben wir ja in dieser Saison mit den Junior-Musher-Tagen und der Huskytour für Kinder begonnen. Die Arbeit mit den Kindern an unseren Hunden macht unheimlich viel Freude. Vor allem unsere Hunde lieben die Kinder die sie betüteln und streicheln... Die Eltern lernen unsere Hunde kennen und gehen ganz entspannt zum Essen oder fahren zum Bummeln. Die großen Augen der Kinder und deren großen Spaß mit den Hunden rum zu tollen, spazieren zu gehen, sie füttern zu dürfen und natürlich als Höhepunkt die Fahrt mit Ihnen sind auch für uns ein großes Erlebnis. So können Eltern Ihren Kindern, die unbedingt einen Hund haben wollen aber leider keinen haben können, einen schönen erlebnisreichen Tag mitten im Hunderudel gönnen. Allerdings müssen sie sich dann hinterher auch stundenlang die aufgeregten Geschichten der Jungmusher über jeden einzelnen Hund und die Fahrt anhören :-)

Andra´s Ausbildung und Antrainieren ist ebenfalls beendet, deshalb ist sie auf unserem Trainingsplan nicht mehr zu finden. Sie ist wieder bei Ihrem Besitzer und läuft dort mit Elan vor dem Roller. Andra ist wieder mal ein Beweis dafür, dass ein Hund mit 4,5 Jahren - auch wenn sie bis dahin noch nie im Schlittenhundesport tätig war und als Haushund in einer Familie gelebt hat - doch alles schnell lernen kann und eben doch ganz Schlittenhund ist. Sie hat so viel Freude am Laufen und hat alle Ihre angeborenen Instinkte wieder aufgeweckt. Diese waren nur verschüttet durch Ihr bisheriges Leben und nun lebt sie glücklich aus wozu sie geboren wurde... Innerhalb weniger Monate hat sie alles gelernt und läuft locker und mit Freude Strecken von über 20 Km im Lead im Gespann und vor dem Roller.


21.02.2012

Im Moment ist hier ein wenig Chaos :-) und ich muss höllisch aufpassen, dass hier nicht nur Sexparties ablaufen. Meine Hündinnen sind läufig und dementsprechend verhalten sich meine Rüden. Ich kann sie ja verstehen ... aber zulassen kann ich trotzdem nicht was sie so im Kopf haben :-)

Die Hündinnen stehen nur mit dem Hintern am Zwingerzaun und wenn ich meine Rüden in den Freilauf lasse haben alle aus Angst zu spät zu kommen, dass "P" in den Augen :-)


12.02.2012

Unsere beiden "alten" Ramirez und Zappa wurden aus dem Trainingsprogramm genommen und genießen nun ihren wohlverdienten Alters-Ruhestand. Die beiden sind noch gesund und fit, doch sie haben nun der Jugend Platz gemacht und dafür sind Inuk und Dakota in unser Trainingsprogramm mit aufgenommen worden. Ramirez und Zappa sind immer noch fleißig mit gelaufen und haben gegeben was immer sie konnten. Und dies war wirklich nicht wenig. Um die Beiden weiterhin gesund zu halten habe ich mich nun entschlossen Ihnen die Rente zu geben. Da wir ja schon bei der Vorbereitung für das Kalevala in Russland sind, wird die Belastung für die Beiden Veteranen einfach zu hoch und sie sind auch nicht böse mal zu Hause bleiben zu dürfen und alles etwas gemütlicher angehen zu können.

Sehr viele Freude macht uns auch unsere Bony. Sie inzwischen zum Leader aufgestiegen und meistert diese Aufgabe mit hervorragenden Noten. Als neues zuverlässiges Leader-Gespann ersetzen nun Tala und Bony unsere bewährten Ramirez und Zappa.


08.02.2012

Bisher hat ja unser Nachwuchs - Ilug - Ihre Ausbildung zum Schlittenhund genossen, aber sie musste immer zuschauen wenn die "Großen" im Gespann auf Ihre Tour gegangen sind. Heute hat sich Ihre Welt aber einschneidend verändert und sie durfte das erste Mal mit. Wir haben ja von Ihren Wurfgeschwistern bisher nur Gutes gehört und diese Arbeiten auch schon im Gespann. Die neuen Besitzer sprechen alle von sehr arbeitswilligen und gleichzeitig von freundlichen und sehr sozialen Hunden. Ilug hat heute bewiesen, dass sie die Bezeichnung Schlittenhund sehr wohl verdient :-) und hat es Ihren Geschwistern nachgemacht.

Ilug kennt ja unsere Abläufe und war schon sehr erstaunt zusammen mit den anderen auch ein Geschirr angezogen zu bekommen. Die Hunde wurden in den Freilauf gelassen und nacheinander eingespannt. Ilug bekam in dem 6er-Team Ihren Platz neben Ihrer Mutter - Tozzy - auf der Position Team-links. Sie stand ganz ruhig aber aufmerksam und beobachtete die anderen. Wie in Ihrer Ausbildung gelernt hielt sie die Tugline immer gespannt und wartete auf das Startkommando. Die Kommandos und die Einspanndisziplin hatte sie ebenfalls schon in Ihrer Ausbildung gelernt.

Als das "OK" von mir kam ging sie ab wie eine Rakete und galoppierte den ganzen Weg - die Tug immer unter Spannung. Ihre Freude - endlich mit laufen zu dürfen - war nicht zu übersehen. Ich wollte eigentlich nur kurz fahren um sie einzugewöhnen, doch die Kleine Maus war mit so einem Elan dabei und wenn ich anhielt stand sie voll konzentriert mit gespannter Tug und wartete darauf das es endlich weiter ging. Eine Freude sie laufen zu sehen...

Nach den 12 Km ausgespannt - fing sie sofort mit Bony an zu spielen und zeigte das sie ab sofort auch zu den Großen Schlittenhunden gehört :-) - Der Wurf Ramirez und Tozzy war wieder ein voller Erfolg und ich bin stolz als Züchter so gute Hunde zu haben. Des Weiteren zeigt sich das eine gute Vorbereitung vor dem ersten Einspannen einfach sehr wichtig ist und die aufgebrachte Geduld und Zeit nicht verloren war.

Nun wird sich Welt von Ilug Stück für Stück immer mehr erweitern und sie wird unterwegs noch sehr viel lernen ... Ilug ist im Trainingsprogramm der Gespanne angekommen...


06.02.2012

Nun komme ich endlich mal dazu etwas zu Sedivakuv zu schreiben :-). Zu Hause angekommen ging alles schnell wieder seinen gewohnten Weg und die Vorbereitungen für das Kalevala hat schon begonnen...

Über dieses tolle Rennen wird jetzt sogar schon in den USA berichtet - das können wirklich nicht sehr viele europäische Rennen von sich behaupten. Zeigt aber leider auch wieder mal welchen Stellenwert unser Sport in Deutschland und in der USA hat. In der Tschechei wurde täglich zu den besten Sendezeiten über das Rennen berichtet - nur in Deutschland wieder nichts ... Leider tragen die vielen schlecht recherchierten Medienmeldungen der deutschen Presse über unsere Hunde dazu bei, dass unser Sport in einem schlechteren Licht steht. So erscheint das Wort "Husky" fast immer in reißerisch aufgemachten Berichten über Unfälle mit Hunden und keiner scheint zu wissen was dieses Wort eigentlich wirklich bedeutet :-). Jedem Kenner von Schlittenhunden und des Sportes stehen bei so viel Mangel an Sachverstand einfach nur noch die Haare zu Berge was da für ein Mist geschrieben wird. Der dann auch noch von den "nichtwissenden" geglaubt wird.

Das musste ich auch mal los werden. Doch hier nun mein kurzer Bericht über das Rennen Sedivakuv Long 2012:

wir sind schon am Samstag den 21.01.2012 in aller Ruhe angereist und konnten so unseren Stake-Out an unserem Wunschplatz in aller Ruhe einrichten. Die Anfahrt verlief völlig problemlos und die Hunde konnten sich gut im Schnee akklimatisieren und an den dortigen Ablauf gewöhnen. Morgens um 07:00 haben die Hunde die erste Futterration mit ca. 1 Liter Wasser pro Hund bekommen, zwei Stunden draußen dann wieder in die Boxen, wir zum Frühstück und danach die Hunde wieder raus. Abends die zweite Futterration wieder mit sehr viel Wasser. Am Montag wurde der Schlitten zusammen gebaut und mit der Ausrüstung beladen, die Kufen wurden vorbereitet (hier noch einmal ganz vielen Dank an Lutz, der mir mit so professionellem Rat - er ist verantwortlicher Skibetreuer für die Biathlon-, Weltcup- und Olympiamannschaften... - und Material dabei geholfen hat).

Wir vertrieben uns die Zeit mit sehr interessanten Gesprächen mit der internationalen Mushergilde und erfuhren wieder viele wissenswertes auch für unser Vorhaben in Russland. Es waren über 130 Musher aus Russland, Frankreich, Niederlande, Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn... gemeldet und am Start. Dann noch der Veterinär-Check der Hunde und die Startnummernausgabe. Ich entschied mich meine beiden Hounds zu Hause zu lassen, weil der Trail durch den vielen vielen vielen Neuschnee einfach sehr tief war und ich ganz ehrlich Ihnen so etwas nicht zumuten wollte. Auch wollte ich mal sehen ob ich das Ganze mit 8 Hunden bewältigen kann zumal ja die Strecken auch etwas verkürzt worden sind. Es fiel so viel Neuschnee wie noch nie und selbst die Showmobile blieben stecken und es konnte nicht der ganze Trail für das Rennen markiert werden. Destne sollte auch ein Test werden für mein Training und meine Hunde, damit ich eventuelle Änderungen für das Kalevala in Russland noch rechtzeitig erkennen kann. Dort darf man auch nur mit 8 Hunden starten und es sind 500 Km durch die russische Tundra zu bewältigen ...

Dann der erste Renntag:
Bei der Ankunft fing es an zu schneien und hörte nicht wieder auf - doch an diesem Tag wurden wir von Sonnenschein und herrlichem Wetter mit sehr kalter Luft begrüßt. Die restliche Ausrüstung in den Schlitten, Hunde einspannen und dann zum Start. Der Start führt über einen alpinen Skihang hinauf auf den Berg, die Hunde waren voller Motivation, gingen gleich die erste Steigung mit Elan an und alles lief super gut an. Über die beiden Bäche mit fließendem Wasser, wieder runter in den Ort und zwischen den Häusern von Destne durch und an die lange lange lange Steigung die sich in Serpentinnen den Berg wieder hinauf schlängelt. Ich hatte diesmal mein GPS dabei und wollte mal sehen wie lange es vom Start weg nach der Dorfdurchfahrt bergauf geht. Es waren knapp 20 Km nur bergauf. Mal auf tiefem Trail, mal mehr oder weniger befestigten und dann auch auf Loipen. Durch Wälder, über Berghänge, zwischen Touristen die uns mit Ihren Skiern eine Weile begleiteten ... eine sehr abwechslungsreiche und landschaftlich wunderschöne Strecke ... Da meine Klasse LU als zweites Startfenster los fuhr und die Skijörer und Pulkafahrer vor uns gestartet waren, hatte ich an den ersten Steigungen schon an die 14 Skijörer und Pulkafahrer zu überholen, was super gut geklappt hat. Kurz vor dem KO-Punkt fing ich an die ersten Gespanne einzuholen und zu überholen. Auf dem oft engen Trail eine nicht immer unproblematische Sache weil ich ja nie weis wie die anderen Hunde reagieren, die Hunde liefen Schulter an Schulter aneinander vorbei und es klappte alles hervorragend. Meine Hunde liefen Ihren antrainierten Trab bergauf und bergab und ich brauchte nicht sehr viel zu helfen. Auf den steilen Abfahrten die mit dem schweren Schlitten nicht so ganz einfach zu fahren waren hörten sie auf alle Kommandos und ich war so stolz auf meine Vierbeiner. Nach knapp 5,5 Stunden hatte ich noch im Hellen meine erste Etappe von 50 Km hinter mir und die Hunde waren im Ziel noch gut drauf und hatten Reserven.

der zweite Renntag:
an diesem Tag würden sich bestimmt einige verabschieden, den viele Hunde sind diese Belastung an mehreren Tagen dann doch nicht gewöhnt. Einspannen und zum Start. Voller Motivation sind meine Hunde losgelaufen und wurden immer schneller. Ich war begeistert. Den Vortag hatten sie einfach weg gesteckt ... mein Training greift ... wieder das gleiche Spiel, erst die Pulkafahrer und Skijörer überholt und diesmal überholte ich die ersten Gespanne schon bei Kilometer 13 und meine Hunde liefen wie aufgezogen. Die berühmte berüchtigte Tobogganabfahrt war inzwischen eine Katastrophe. Mit der Kralle hatten da einige Teilnehmer Löcher von über einen Meter tiefe regelrecht rausgefräst - bei der zweiten Durchfahrt waren sie noch tiefer und noch mehr Löcher ... ich hatte Angst mir meine Kufen zu zerschlagen, denn mein Team ging sehr flott diese Abfahrt hinunter und der schwer beladene Schlitten fiel jedesmal in diese Löcher das es krachte. Nach knapp 4,5 Stunden hatte ich meine 44 Km absolviert und war im Biwak bei der Pflichtpause. Exakt 18:30 war mein Restart im Dunkeln und es ging mit Stirnlampe über die langgezogenen Steigungen Richtung Stake-Out. Nach der Pause waren meine Hunde wieder komplett bei Null - was die Belastung anging und sie liefen wie an der Schnurr aufgezogen die Berge hoch - auf den Abfahrten wurden sie noch schneller wir zogen sauber durch die Dunkelheit. Es machte auch riesigen Spaß mal wieder im Dunkeln fahren zu können. Die 30 Km schaffte ich in weniger als 2,5 Stunden. Am Stake-Out waren die Hunde alle fit und ich wußte, jetzt kann mir nichts mehr passieren ...

der dritte Renntag ins Biwak:
Auch an diesem Start liefen die Hunde sauber los, hatten den Vortag vollkommen problemlos weg gesteckt und waren sogar noch schneller unterwegs. Sie legten immer mehr zu ... die Tobboganabfahrt war inzwischen zur Achterbahn und teilweise zur Bobbahn mutiert und wurde immer abenteuerlicher - Jetzt holte ich sogar größere Gespanne ein und fuhr Ihnen am Berg auch noch davon. Ich war so stolz auf meine Hundis ... nach 4 Stunden und 5 Minuten kam ich im Biwak an und hatte die 44 Km hinter mir. Meine Hunde bekamen Ihr Futter und ich legte meinen Schlafsack im Schnee bereit. Zelt wollte ich keines aufbauen - bin ja Musher - will mich ja auch trainieren und ich schlief sehr gut und warm im Schnee bei -26 Grad C. In der Hütte und durch die Rennorganisation aufgebauten Zelt habe ich mir die Zeit mit sehr interessanten Gesprächen mit den Top-Mushern dort vertrieben. Natürlich auch mein versprochenes Bier mit Udo und Amarok reingezogen :-) - In den Unterhaltungen mit den Topmushern habe ich gelernt, dass meine Methode des Trainings genau richtig ist. Die haben erzählt wie sie trainieren in Skandinavien und auch in Canada und ich habe ihnen erzählt was ich hier so mache und sie sagten mir: mit deinen Möglichkeiten - genau richtig und dann kamen noch ein paar sehr interessante Insidertipps ... war ein schöner interessanter Abend ...

der vierte Renntag:
ich hatte super geschlafen, meine Hunde waren ruhig und ausgeglichen und am Morgen fit und aufmerksam. Ich ging mir um 07:00 Uhr einen Kaffee holen - ein Fehler - ich bekam einen türkischen Kaffee, hatte nicht aufgepasst und nicht "Instant" verlangt - und der lag mir noch lange im Magen ... meine Hunde hatten an der Zugleine im Schnee genächtigt (so wie es schon früher auf meinen Touren machte), bekamen Ihr Frühstück und ich packte in der Zwischenzeit ein. Hunde wieder ordentlich eingespannt und ab ging es Richtung Stake-Out. Wieder liefen sie problemlos los und es ging in wilder Hatz nach Hause. Ich sagte meinen Hunden immer wieder sie sollen diese Fahrt genießen, denn so schnell kommen wir nicht wieder in den Schnee - wir fuhren in einen malerischen Sonnenaufgang und die Gefühle bei diesen Anblicken kann man nicht beschreiben - das muss man sehen ... Da vom Biwak nicht in einer festgelegten Reihenfolge gestartet wurde, sondern jeder losfuhr wie er fertig war und wollte, waren viele Überholmanöver zu bewältigen, bevor die Kirche auftauchte. Noch zwei Kilometer dachte ich und es ist leider schon wieder vorbei. Die wollte ich nun ganz entspannt fahren ... wollte ich ... plötzlich war der ganze Trail voll mit liegenden Fotografen und Kameramännern  und ich hätte da beinahe einige einfach überfahren - unglaublich wie knapp die am Boden liegend weg gerollt sind. Dann die Einfahrt zur Skipiste Richtung Ziel - alles voller Fotografen und die zwangen mich regelrecht ganz knapp rechts an der Absperrung zu fahren - dann noch ein Fotograf und auf der Skipistenabfahrt gibt es einfach kein Halten - noch weiter rechts und dann passierte was passieren muss, ich fuhr in das rechte Absperrnetz, fädelt mit der Kralle in das Netz ein, der Schlitten bekam in voller Fahrt (die Hunde im gestreckten Galopp den Berg runter wie immer) einen Schlag und ich fuhr nur noch auf einer Kufe in vollem Galopp - erst in letzter Sekunde bekam ich den Schlitten wieder gerade und raste den Abhang hinunter. Im Schlepptau das Absperrnetz - schön entspanntes Fahren am Schluss - aber ich konnte meine Zieldurchfahrt trotzdem genießen und die Zuschauer fanden meine Einlage wohl ganz toll - diese 30 Km habe ich in etwas mehr als 2 Stunden bewältigt und die Hunde waren super drauf, hatten noch jede menge Reserven... ich war sehr zufrieden ...

das Rennen war wieder toll und ist immer wieder einen Besuch wert. Nach dem Ausspannen konnte man erst so richtig genießen es wieder geschafft zu haben und realisieren, dass es leider schon vorbei war. Ich - für mich - habe gesehen das mein Training sehr gut greift, mein Futter- und Wässerungskonzept exakt richtig ist - ich den richtigen Hundetyp im Team habe - habe auch wieder von Leuten dazu gelernt die wirklich etwas können und bin nun ganz optimistisch für das Kalevala in Russland.

Ich bin mit meinen Alaskanern gefahren und mein Team war: Morpheus, Tala (Lead), Cloud, Lulu, Akhemo, Louis, Chinok und Tatonka. Ich musste keinen Hund abgeben und es war auch keiner verletzt. Alle waren am letzten Tag so drauf, dass ich einfach wieder vorn hätte beginnen können.

Die Heimfahrt war dafür eine Katastrophe - irgendwas musste ja noch passieren ... nach ca. 14 Km - einen Platten am Hänger - das ganze Auto auf der Straße wieder ausgeräumt (der Wagenheber ist natürlich ganz unten) - Reifen gewechselt und dann weiter gefahren. Ca. 300 Km von zu Hause weg platzt mir bei Tempo 80 auf der Autobahn eben dieser Ersatzreifen am Hänger und ich hatte wahnsinniges Glück, das mein Hundehänger nicht umgefallen ist. Große Hängerreifen sind eben doch gut - dann 4,5 Stunden auf der Autobahn zugebracht bis der Pannendienst da war, wir am Sonntag Abend einen Reifen bekommen und diesen auf der Autobahn wieder montiert hatten, dann mussten die Hunde unbedingt aus dem Hänger ... nach über 16 Stunden Fahrt kamen wir zu Hause an...

An dieser Stelle noch einen riesen Dank an Diana und Arno. Sie haben sich ganz toll um unseren Flaffy gekümmert. An Heidi die unser Haus gehütet und bewacht sowie den Briefkasten geleert hat. An Eddi der sich auf dem Rennen um die dagebliebenen Hunde gekümmert hat, das Futter nach meinem Plan vorbereitet und sich meine Kufen gekümmert hat, während ich mich schon mal etwas aufwärmen konnte. An Kai der in Destne die ersten Erfahrungen als Doghandler sammeln konnte und mit nach Russland will. Natürlich an meine Frau ... sie ist mir immer zur Seite gestanden und macht meine schon etwas verrückten Dinge mit und hält mir den Rücken frei wenn ich auf dem Trail bin. Das macht nicht jede Frau so mit :-)


31.12.2011

Winter konnte man den Dezember leider auch nicht nennen, doch die Temperaturen waren für das Training OK. Unsere Ilug hat Ihre ersten Erfahrungen mit dem Geschirr und der Zugarbeit gemacht. Sie läuft jetzt jeden Tag 2 Km mit dem Reifen und wird immer schneller :-) - sie hat mit Ihren 6 Monaten schon so viel Spaß dabei, dass sie kaum zu bremsen ist und wirft sich mit aller Kraft in das Geschirr. Sie kommt nicht nur beim Aussehen nach Ihrem Papa Ramirez sondern sie hat auch alle Schlittenhundeeigenschaften von Tozzy und Ramirez geerbt und wir sind voller freudiger Erwartung sie endlich mit ins Gespann nehmen zu können. Sie entwickelt sich in allen Bereichen hervorragend und wir sind stolz auf unseren Nachwuchs.

Mit unserem Training und der Vorbereitung für das Sedivakuv sind voll in unserem Plan. Wir trainieren jetzt mit 26 Kg Gewicht pro Hund zwischen 24 Km und 35 Km etwas schneller und dann wieder 10 Km bis 15 Km mit fast 40 Kg Gewicht pro Hund etwas langsamer. Die Motivation, Ausdauer, Kraft und Kondition sind hervorragend und die Hunde haben die letzten Kilometer immer noch jede Menge Reserven und legen Endspurts ein. Wir sind ganz zuversichtlich und wenn weiterhin nichts passiert was unseren Plan durcheinander bringen könnte werden wir unser Ziel erreichen und das Sedivakuv entspannt durchfahren können. Im Moment sind alle Hunde in der Lage die Strecken des Sedivakuv durchzulaufen. In der ersten Januarhälfte werde ich die Belastungsart an den Rennrhythmus anpassen.

Nun wünschen wir allen unseren Gästen, Bekannten und Freunden einen guten Rutsch ins neue Jahr und das alle geplanten Rennen und Vorhaben von Erfolg gekrönt sind und das die Hunde gesund bleiben. Einige treffen wir ja bald in der Tschechei und wir freuen uns sehr darauf.


07.12.2011

So trocken wie der November war - so feucht ist der Dezember :-) - Die letzten Tage musste ich öfters bei strömendem Regen fahren und so auch heute. Eisregen und vor allem auf den Feldwegen standen inzwischen riesige Wasserpfützen mit 20 cm bis 30 cm Wassertiefe (fast schon kleine Seen :-)) - Doch unser Training greift und so sind sie heute die 25 Km mit 17,1 Km/h im beabsichtigten schnellen Trab mit 210 Kg Gewicht im Durchschnitt durchgelaufen. Sie zeigten am Ende keinerlei Ermüdungserscheinungen und liefen sofort spielend im Freilauf herum. Das Team (Bono, Triebel, Ramirez, Zappa, Lakota, Lulu, Tatonka und Chinok) ist wie an einer Schnur aufgezogen gleichmäßig den Trail entlang gelaufen und keiner dieser Seen ausgewichen. Außer den Richtungskommandos ist kein Wort gefallen - es gab kein stocken - nichts. In den letzten beiden Tagen bin ich mit unheimlich viel Gewicht (um die 300 Kg) sehr lange (30 Km - 35 Km) gefahren und heute war es ein wenig "leichter", die Temperaturen etwas tiefer und schon geht die Geschwindigkeit auch hoch. Wenn nichts gravierendes mehr passiert, dann schaffen wir unsere Vorbereitung sehr gut und können zuversichtlich in die Tschechei fahren.


14.11.2011

Heute waren optimale Wetter-Bedingungen für den ersten Ausdauertest am Trainingswagen und so konnte ich gut die 30Km-Marke "auf Dreck" knacken. Mit 15,9 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit auf die 30 Km und einer Belastung von knapp 30 Kg pro Hund habe ich wieder gesehen wie wichtig und gut mein Sommertraining zur Erhaltung der Kondition und Motivation ist. Die Hunde sind hochmotiviert, hatten viel Spaß an dem heutigen Ritt und ich habe wieder hautnah alle Gefühle gespürt warum ich Longtrail fahre :-) - eine Freude das Team zu lenken und vor sich laufen zu sehen. Das Team (Bono, Triebel, Bony, Zappa, Ramirez, Kimba, Tozzy, Louis) hat zum Schluss sogar noch mal richtig zugelegt und ich hatte das Gefühl noch mal so weit fahren zu können. Ohne Pause sind sie wir wie ein Zug die Strecke durchgelaufen - Musher sagen dazu: die Hunde rollen -  und die Leader waren mental immer ansprechbar und haben alle Kommandos zuverlässig ausgeführt und haben immer mit gedacht. Zu Hause angekommen und ausgespannt haben sie sofort angefangen mit einander zu spielen und waren damit von Ihrer Belastungsgrenze weit weit weit entfernt.

Jetzt hoffe ich, dass die Wetterbedingungen weiterhin so gut bleiben und ich meinen Vorbereitungsplan erfüllen kann.


07.11.2011

Am 05. und 06.11.2011 ist das Globusline-Team in Oberndorf auf dem 16. internationalen Sprintrennen der Sleddogfriends Oberndorf mit drei Gespannen gestartet:

Eddi unser Doghandler hat sich mit seinem Dogscooter und unserem Louis und Tatonka zum ersten Mal auf einem Rennen der Konkurrenz gestellt. Eddi hat sich mit Leidenschaft und viel Einsatz auf dieses Rennen vorbereitet und sehr gut geschlagen. Er ist gleich am ersten Renntag auf den 2. Platz gefahren. Trotzdem er einmal komplett anhalten musste und seine Hunde aus den Leinen entwirren, weil ein Starter vor ihm, den er überholen wollte ihm kurzfristig den Weg versperrt hatte. Am 2. Tag konnte er den 2. Platz trotz eines Sturzes auf der 13%igen Abfahrt ins Ziel erfolgreich verteidigen und seine Vortageszeit sogar noch erheblich verbessern. Beim Start hat er noch freiwillig knapp 20 Sekunden verschenkt, weil der Starter vor ihm seine Hunde wegen Zugleinenriss verloren hat und Eddi hat ihm aus Fairness die Gelegenheit gegeben seine Hunde wieder zurück zu rufen. Das ist wahrer Sportsgeist und zeigt mehr seinen Hundeverstand als den Pokalehrgeiz. Solches Verhalten ruft bei mir immer Hochachtung hervor zumal Eddi auf seinem ersten Rennen schon mit Biss bei der Sache war.

Dann ist meine Frau noch mit einem 8er-Team in der Klasse A NR gestartet. Sie hatte zwei 12jährige Rüden im Lead und konnte trotzdem am Samstag gleich auf den 3. Platz vorfahren. Zum Start kam sie etwas zu spät, weil der vorher startende Musher die Lautsprecherdurchsagen aufgrund des Lärmpegels nicht mehr hören konnte und so quasi den Weg mit seinem Gespann verstellte, dann sind ihr noch beide Leader nacheinander aus dem Halsband gekommen und so verlor sie auch ein paar Sekunden am Start. Am Sonntag klappte aber alles einwandfrei und sie konnte Ihren 3. Platz erfolgreich verteidigen. Wohlgemerkt mit einem Langstreckenteam und 12jährigen Leadern! Eine tolle Leistung!

Ich bin ebenfalls in der Klasse A NR mit 8 Hunden gestartet, ohne Probleme an den Start und über die Strecke gekommen und lag gleich am ersten Renntag auf Platz 1. Auf der Strecke habe ich noch zwei Teams aus der vor mir gestarteten Klasse überholt, was dank der Musher der anderen beiden Teams super geklappt hat und dies in einer - für ein auf lange Strecken trainiertes Team - sehr guten Zeit. Meine beiden Leithunde Triebel und Bono haben mehrmals bei mir (durch umdrehen im vollen Galopp) nachgefragt warum wir es heute so eilig haben und ob sie wirklich so schnell laufen dürfen :-) - sonst bremse ich sie nämlich immer auf unsere Longtrailgeschwindigkeit herunter und da durften sie einmal alles geben. Nach zweimaliger Aufforderung und Bestätigung haben sie dann losgelegt und sich gestreckt :-) Am zweiten Renntag wussten sie gleich das es nur kurz und schnell gehen soll und sie sind mit Freude Sprint gelaufen :-) - leider hat sich mein Lakota auf der Strecke am Sonntag durch einen Stein etwas an der Pfote verletzt bzw. sich vertreten und ich konnte das letzte Drittel nicht mehr voll fahren. Trotzdem habe ich wieder zwei Teams aus der vor mir gestarteten Klasse überholen können und meinen ersten Platz erfolgreich verteidigen können.

Alles in allem ein sehr erfolgreiches Wochenende und wir sind sehr zufrieden. Es galt ja nicht nur die Fahrt sondern ich wollte ja auch meine Hunde wieder mal auf einem Rennplatz sehen und beobachten wie sich geben. Am Stake-Out waren sie sehr ausgeglichen und zeigten sich entspannt ohne jede unnütze Aufregung. Sie waren ruhig doch aufmerksam und wussten genau das sie auf einem Rennen waren. Diese Sprintrennen sind für mich mehr ein Test, Gewöhnung der Hunde und gehören zur Gesamtvorbereitung auf unser Saisonziel das harte Schnee-Rennen in der Tschechei das Sedivakuv Long. Trotzdem freuen wir uns natürlich auch über den Erfolg und wir konnten sehen, das wir gut im Plan liegen und unsere Hunde mit dem Stress auf einem Rennplatz sehr gut umgehen können. Wir haben auch wieder viele liebe Musherkollegen treffen können, mit gleichgesinnten über Hunde quatschen und im Musherzelt mit guter Stimmung eine schöne Zeit verleben dürfen. Auch noch mal Dank an unsere "Fangemeinde", die extra wegen uns zu dem Rennen kamen um uns die Daumen zu drücken und an dieser Stelle auch noch einmal gute Besserung an Ramona - nächstes Jahr bist Du dann wieder gesund und selbst am Start. Du musst ja Dein Versprechen halten und mich oder Eddi dann schlagen :-)

Zum Rennen allgemein gibt es nur positives zu berichten. Hervorragende Organisation und eine tolle Strecke mit 17%iger Steigung und einer 13%igen Abfahrt. Die Strecke verläuft viel durch Wald und über Wiesen und war super präpariert. Mit 110 Startern mit knapp 500 Hunden auf dem Stake-Out-Platz ist es wie jedes Jahr ein sehr gut besuchtes Rennen gewesen. Die Organisation eines solchen Rennens hat es mit vielen unberechenbaren Dingen zu tun und eines davon ist das Wetter. Und ganz ehrlich - wer denkt schon, das im November fast sommerliche Temperaturen herrschen und so musste leider die Strecke etwas verkürzt werden. Alle Teams kamen gut über die Strecke und so haben sowohl die Musher als auch die Organisatioren der Rennleitung alles richtig gemacht. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön für die geleistete tolle Arbeit an Elmar Bamberger als Rennleiter und sein gesamtes Team aus Oberndorf.


07.10.2011

Der Oktober gestaltet sich für unser Training wesentlich gnädiger :-) und die Temperaturen werden für uns freundlicher. Durch unser Sommertraining sind die Hunde fit und bei weitem nicht so abgebaut. Heute konnte ich zum Beispiel problemlos bei 8 Grad und leichtem Regen 19 Km ohne Pause durchfahren und dabei haben die Hunde etliche Höhenmeter bewältigt. Das Team Ramirez, Louis, Akasha, Akhemo, Zappa, Tozzy, Bony und Kimba hat sich über die kühle Luft sehr gefreut und war kaum zu halten. Mit großer Freude und Motivation haben sie das Gewicht von über 200 Kg mit hohem Rollwiderstand locker bewegt und die Strecke wie nichts abgespult. Die Lauffreude aller Hunde steigt mit jedem Grad das fällt. Auch dieses Jahr wurde ich von meinem Trainingskonzept (welches ich immer mehr ausfeile) sehr positiv überrascht und es konnte erneut eine Steigerung bei den Hunden erzielt werden. Für MD und LD müssen die Hunde über Jahre aufgebaut werden und da komme ich immer weiter.

Es sind jetzt noch knapp über 100 Tage Vorbereitungszeit und dann geht es wieder ins Adlergebirge. Besonders stolz bin ich auf unsere Nachzucht, die sich so gut in die Langstrecken einfindet. Doch das war ja geplant und genetisch ausgewählt ... so stechen unsere Hunde, die wir aus schlechter Haltung übernommen haben, ganz besonders hervor. Einstmals als "Köter" und Sch... Hunde von Ihren früheren Besitzern beschimpft, entwickeln sie sich immer mehr zu einem Leistungsträger in einem Langstreckenteam und wir lieben diese Hunde. Kimba, das beste Beispiel - 2 Jahre auf der Couch versauert, viel geschlagen und so ein Leben voller Angst hinter sich ... und nun ... so ein toller Hund! Oder die Hunde die wir aus Sprint- oder Freizeitzwingern (aus den unterschiedlichsten Gründen konnten sie dort nicht mehr bleiben) übernommen haben und hier bei uns ein hervorragendes Leistungsvermögen entwickeln.

Es bewahrheitet sich damit die Formel 2 - 3 % macht das Futter, 50% - 60% die Genetik und der Rest ist Umgang, Training und viel Liebe ... dann rufen die Hunde Ihr Leistungsvermögen vollkommen freiwillig ab. Fehlt nur ein Punkt oder wird nicht korrekt ausgelebt, dann ist es eben anders ... Ich kann natürlich keinen Hund schneller machen als er ist, aber ich kann ihn dazu bringen aus Freude seine 100% Leistung abzurufen und dann kann er besser sein als ein Hund, der nur 50 oder 60% seiner möglichen Leistung (die durchaus höher sein kann) abruft, weil er es eben nicht will ... das ist die Kunst eines guten Mushers, mit der er seine Hunde gesund zu hoher Leistung motivieren kann ...


29.09.2011

Wieder ist ein Monat um und die Bedingungen für das Hochleistungstraining auf lange Strecken waren auch im September nicht gerade optimal. Inzwischen läuft unsere Ituma in einem österreichischen Team und verstärkt dort den bestehenden Zwinger. Mit exakt 302 Trainingskilometern hat der neue Besitzer Ituma übernommen. Die liebe Maus hat sich sehr schnell in Zwinger und Gespann integriert und zeigt sich dort ebenfalls sehr sozial und leistungswillig. Ich habe schon mehrere Videos über sie erhalten und was ich gesehen habe macht mich sehr stolz auf diese junge Hündin aus meiner Zucht.

Trotz der schwierigen Verhältnisse konnten wir unseren Plan mit 100 Km in den Sommermonaten erreichen. Die durch weg geworfene Dinge an den Pfoten verletzten Hunde - sie sind beim Training leider reingetreten - sind alle wieder fit und haben ihren Rückstand so weit wie es ging aufgeholt. Der Test von Bony als Langstreckenhund verläuft sehr gut und vielversprechend. Diese Hündin kommt immer mehr im Gespann an.

Heute habe ich zwei Teams auf dem Sprintrennen in Oberndorf/Geslau angemeldet. Ein Team fährt meine Frau und das andere ich. Da wir in der gleichen Klasse A3 laufen, wird das Einspannen und rechtzeitige am Start sein, bestimmt eine aufregende Angelegenheit. Auf dem Rennen sind damit 18 Hunde von uns am Start, denn unser Doghandler - Eddi - fährt ein Zweierteam am Scooter und ist auch schon dafür gemeldet.

Noch mal was nettes aus der Sozialgemeinschaft der Menschen :-) - gestern ist einer - es war mit einem Traktor - gegen meinen Trainingswagen auf meinem Grundstück gefahren und ist natürlich einfach abgehauen. Der Trainingswagen war schon mit zwei Startleinen gesichert und zum Einspannen fertig. Derjenige ist so fest gegen den Wagen gefahren, dass der Pferdepanikhaken abgerissen ist. Bemerkt haben muss er es auf jeden Fall und damit er den Wagen überhaupt trifft musste er einen richtigen Schlenker auf mein Grundstück machen... Da ist die Unterstellung der Absicht nicht sehr weit - Was der aber wohl nicht weiß, ist das alles kameraüberwacht ist ... und so viele fahren da nicht mit dem Traktor vorbei :-) - ich weiß also wer es war :-) - es sind vor allem immer die Menschen, die am lautesten Schreien, das größte Mundwerk haben, am egoistischsten und ohne Rücksicht durchs Leben gehen ... die sich so verhalten ...


08.09.2011

Die letzten beiden Tage haben mir wieder gezeigt wie wichtig und gut unser Sommertraining ist. Heute Morgen fielen die Temperaturen auf 13 Grad und schon konnte ich 24 Km als Training absolvieren. Die Besonderheit an dem Training war, dass auch unsere Ituma mit 10 Monaten die Strecke problemlos unter Zug durchgelaufen ist und nach dem Ausspannen angefangen hat zu Spielen ... Ich bin so stolz auf das Mädel ... mit in dem Team waren auch unsere 12-Jahre "alten" Ramirez und Zappa sowie unsere junge Mama Tozzy, die am 03.06.2011 Ihren Wurf auf die Welt gebracht hat und Bony unser 12monatiger Neuzugang. Eine Freude dieses Team zu fahren ...

Das 2. heutige Team mit Morpheus und Tala im Lead ist dann auch noch 18 Km gelaufen. Die verkürzte Strecke ergab sich aus dem Temperaturanstieg auf knappe 17 Grad.

Durch unser Sommertraining bin ich zu einem Zeitpunkt (September) schon auf Strecken über oder um die 20 Km, an dem andere anfangen darüber nachzudenken mit dem Training anzufangen. Und alle Hunde sind fit und gesund. Auch Akhemo, der sich ja vor knapp 2 Wochen im Training die Pfote an einem weg geworfenem Draht aufgeschnitten hatte, ist wieder voll dabei. Und das Leiden - zu Hause bleiben zu müssen :-) - ist für ihn damit beendet.


05.09.2011

Hier noch nachträglich ein Bild von uns auf dem Rhöner-Hundetag. Ansonsten war es heute etwas kühler und so konnte ich wieder mal trainieren. Wenn das Wetter so bleibt - oder besser noch kühler wird - dann kann ich meine Streckenpläne gut einhalten.

 


29.08.2011

Gestern waren wir auf das 3. Rhöner Hundefest in Ostheim eingeladen. Dort wurde alle Sportarten, die mit Hunden betrieben werden können einem sehr interessierten Publikum vorgestellt. Da waren unter anderem Dogdancing, Agility, Hüttehunde, Filmtiere, die Zusammenarbeit zwischen Pferd und Hund und eben auch der Schlittenhundesport vertreten. Wir durften mit Demonstrationsfahrten und Erklärungen unseren Sport vorstellen und haben die Gelegenheit genutzt dabei gleich ein paar Kinder spazieren zu fahren. Vor allem die Kinder waren von unseren Hunden begeistert und haben sie ständig betütelt, mit Ihnen geschmust und sie gestreichelt. Das haben natürlich alle Hunde sehr genossen und die Eltern hatten schon Ihre liebe Not die Sprößlinge zum weiter gehen zu bewegen. Bei dieser Gelegenheit konnten unsere Welpen Iluq und Ahmik gleich erste Erfahrungen mit der großen Welt machen. Die Autofahrt, die Kinder, das erste Mal am Stake Out, die anderen Hunde ... alles war ja so interessant und spannend ... Sie haben das mit Ihren 11 Wochen alles super gut gemeistert - waren am Abend dann so platt von den vielen neuen Eindrücken das sie fix und alle waren ... einige Bilder dazu findet Ihr hier http://www.globusline-neu.de/html/impressionen.htm

Dann war die erste Hälfte des Monates August noch einigermaßen gut zum Trainieren - doch dann wurde es immer wärmer und schwüler ... Trotzdem konnten wir unseren Plan von mindestens 100 Trainings-Km in den Sommermonaten weitgehendst einhalten. Wir hoffen das im September die Bedingungen für das Training etwas besser werden.


12.08.2011

Heute wurde mein Gespann - genauer Morpheus mein Leithund - von einem Greifvogel angegriffen... Sachen gibts die gibts gar nicht ... Der Vogel muss da echt was verwechselt haben. Nach dem Luftangriff habe ich ständig nach weiteren "feindlichen Vögeln" Ausschau gehalten :-) - so was habe ich auch noch nicht erlebt ... und ich habe wirklich schon sehr viel in den 25 Jahren gesehen und erlebt ...

Ansonsten - das Wetter ist schlecht - also gut für mich :-) und wir können mit zwei Teams pro Tag im Moment immer Strecken um die 20 Km mit 35 Kg Gewicht pro Hund fahren. Triebel kann auch wieder mit eingespannt werden und hat heute nach seiner Pause auf Anhieb 20 Km im Lead super und ohne Probleme absolviert. Amitola muss noch ein bisschen warten bis Ihre Pfote ganz verheilt ist. Was Ihr überhaupt nicht gefällt :-(

Jetzt hoffe ich, dass das Wetter weiterhin bei diesen Temperaturen bleibt und ich weiter so trainieren kann. Es macht riesigen Spaß mit den Hunden so lange unterwegs zu sein und Ihre Freude beim Laufen zu beobachten... Auf diese Leistungsfähigkeit unserer Hunde bin ich auch sehr stolz ...


09.08.2011

Heute hat es in Strömen geregnet und dadurch war es angenehm kühler :-) - so konnte ich ohne Zwischenstop 19 Km und 21 Km fahren. Es war eine Freude zu sehen wie die Hunde gelaufen sind. Jedes Grad kühler merke ich an der von den Hunden abgerufenen Leistung. Die heutigen Fahrten haben mir wieder gezeigt wie wichtig unser Sommertraining ist ... Unsere Hunde kommen konditionell und kräftemäßig so stark in den Herbst, dass wir sofort mit größeren Strecken beginnen können, wenn es kühler wird. Dann werden wieder richtige Touren gefahren ... darauf freue ich mich und auch die Hunde freuen sich auf unsere längeren Touren - das sehe ich immer wieder im Training ...

Nun kann Akeela wieder mitlaufen und ... jetzt ist Amitola in einen Draht getreten und muss pausieren bis Ihre Pfote wieder OK ist. Leider wird doch sehr viel einfach in den Wald und auf die Wege geworfen. Triebel kann leider auch noch nicht mit, denn seine Verletzung ist auch noch nicht ganz verheilt. Die Beiden schauen mich immer ganz traurig an, weil ich sie nicht mitnehme und beide verstehen nicht wieso ... Sie würden auch mit Schmerzen mitlaufen - Hauptsache dabei sein - doch das geht halt einfach nicht ...


05.08.2011

Unsere Welpen haben den Tierarzt kennen und lieben gelernt :-) Heute wurden sie geimpft, gechipt und durchgecheckt. Es ist alles da wo es sein soll und die Kleinen sind quietschfidel ...

Trotz sehr schwülwarmen Wetters habe ich mit unserem Nachwuchs eine kleine Runde von 10 Km gedreht und alle waren mit Begeisterung dabei. Natürlich ging alles etwas langsamer aber es zeigt mir immer wieder, dass die Hunde auch bei solchem Wetter mit Freude laufen. ich warne aber noch einmal alle Interessierten ... es muss bei diesen Temperaturen mit viel Hundeverstand gefahren werden! Leider war durch den Tierarzt und noch anderen Dingen meine Zeit bei den Hunden begrenzt und so konnte ich nur einmal fahren ... doch Morgen ist auch noch ein Tag :-)


04.08.2011

Heute bin ich wieder mit zwei 6er-Teams gefahren und habe unseren Schützling Bony mal in einem schnelleren Team eingespannt. Ich wollte mal sehen ob ich heute Ihre Grenze feststellen kann und bin bei 17 Grad 20 Km gefahren - es wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,6 Km/h erreicht - was für die Witterung hervorragend war. UND - es ist noch nicht Ihre Grenze :-) ... Das Mädel läuft wie an der Schnurr aufgezogen und dreht sich nun fast gar nicht mehr um - und dies obwohl unser Lakota sofort in sie unsterblich verliebt war und ihr den Hof machte :-). Sie hat sich am Anfang wegen bestimmter Geräusche des Wagens noch umgedreht - dies hat sie am Anfang aus Unsicherheit noch gemacht. Im Zwinger hat sie leider noch ein paar Unsicherheiten. Wenn ich sie rufe dann kommt sie - geht aber sofort hinten runter und pinkelt vor lauter Unsicherheit. Wenn ich dann beruhigend mit Ihr spreche und sie streichle ist die Welt für sie aber sofort wieder in Ordnung und so lebt sie auch da langsam auf. Darüber freue ich mich sehr ...

Bei der Fahrt mit dem 2. Team (Morpheus und Tala im Lead) war es schon 26 Grad warm und entsprechend habe ich meine Trainingsintervalle gelegt und bin auch nur 15 Km gefahren. Die haben die Hunde mit großer Motivation aber eben mit einer geringeren Durchschnittsgeschwindigkeit sehr gut bewältigt. 12,3 Km/h wurden erreicht - was für diese Wärme aber hervorragend war.

Bei beiden Fahrten mussten die Hunde 35 Kg pro Hund über ca. 1000 Höhenmeter auch auf langen Anstiegen ohne meine Hilfe ziehen. Das Training wirkt und ich bin sehr stolz auf unsere Hunde.


31.07.2011

Seit gestern haben wir zu unserer Amitola noch einen Hund zur Ausbildung erhalten - Boni -. Diese Beiden trainieren wir im Rahmen unserer Schlittenhundeschule auf lange Strecke und bilden sie gleichzeitig für die Gespannarbeit aus. Amitola geht ja in ca. 4 Wochen als ausgebildeter Schlittenhund zu seinen neuen Besitzern und läuft dort in einem 6er-Gespann.

Unser Sommertraining geht weiter und läuft in den geplanten und erwarteten Bahnen. Das Ziel 100 Km Trainingsstrecke im Sommer haben wir erfüllt, leider konnten zwei Hunde nicht so trainiert werden, weil sie sich selbst verletzt haben. So hat der Triebel sich aus lauter Futtergier die Haut an der Mauer aufgerissen und Akeela beim Spielen die Pfote verletzt. Doch auch das geht vorbei und sie sind bald wieder dabei ...

Wir haben nun die neuen Konditionen für unser Hauptevent das Sedivakuv erhalten ... Die Bedingungen wurden noch einmal verschärft und wir haben 2012 eine 90 Km Etappe am zweiten Tag zu bewältigen. Die Gesamtlänge des Rennens ist ebenfalls erhöht worden.  Doch wer beim Iron-sleddog-man mitmachen will - der weiß, dass es kein Spaziergang wird und wir freuen uns auf diese neue Herausforderung.


20.07.2011

Unser Sommertraining trägt die erwarteten Früchte ... In der letzten Nacht hat es gewittert und die Temperaturen fielen auf 15 - 16 Grad. Bei 20 - 25 Grad laufen meine Hunde einen Schnitt von ca. 12 Km/h auf auf 15 Km. Heute war ich 21 Km mit 19 Km/h unterwegs. Das 6-Hundeteam (Morhpeus, Tala, Weeko, Cloud, Akhemo und Akasha) zog das 200 Kg Gewicht die insgesamt gefahrenen 1000 Höhenmetern wie nichts. Die Hunde "rollten" wie wir sagen im schnellen Trab (der Gangart die im MD und LD-Bereich wegen der langen Strecken gewünscht ist). Sie hechelten am Ende nicht einmal und sind in keiner Weise eingebrochen. Unsere Hunde rufen immer Ihre höchstmögliche Leistung ab und passen sich durch das Fahren bei jedem Wetter automatisch den Gegebenheiten an. Dadurch wird nicht nur der Leistungsstand gehalten, sondern über den Sommer auch noch erhöht. Wenn ich jetzt die Leistungsfähigkeit auf Minusgrade und Schnee hochrechne, bin ich für den MD und Longtrailbereich im Juli schon auf einem super Trainingsstand. Dies lässt mich hocherfreut auf die nächste Saison blicken. Unsere Gäste können mit hochmotivierten und fitten Hunden fahren und ich kann mit Zuversicht auf unser Hauptevent das schwere Longtrailrennen Sedivakuv vorausschauen. Im Herbst, wenn es dauerhaft kühler wird, kann ich dann schnell auf Strecken von 30 Km und mehr umsteigen, was ich auch tun muss, wenn ich Streckenlängen von über 200 Km bei 12000 Höhenmetern gut bewältigen will. Und 2012 habe ich nicht nur das Ziel durchzufahren :-)

Nach der 2. Fahrt über 21 Km kam ich auch auf einen Durchschnitt von 18 Km/h. Der Grund für die geringere Durchschnittsgeschwindigkeit sind meine beiden Hounds, die am Berg unheimlich einbrechen. Auf der Ebene holen sie es dann zum Teil wieder rein, aber richtig schwere Arbeiter sind diese Hunde eben nicht. Dafür ist diese Zucht auch nicht gedacht. Immer wenn es schwer geht, verlassen die beiden sich auf die Hunde hinter Ihnen und meine 4 Aurora-Alaskaner ziehen dann den Laden allein den Berg hoch. Ich bin trotzdem sehr stolz auf die Beiden, denn eigentlich kommen sie aus einem reinen Sprintzwinger und ich konnte sie in 3 Jahren akribischer Trainingsarbeit gut auf Strecke für MD und LD bringen. Das 2. Team (Bono, Triebel, Lulu, Lakota, Chinok und Tatonka) hat im Sommertraining ebenso gewonnen wie alle anderen Hunde und verhalten sich im Leistungsabruf exakt genauso.

Ich weise aber noch einmal darauf hin, dass es jahrelanger Erfahrung und ganz viel Hundeverstand braucht, um die Hunde bei diesen Temperaturen und Bedingungen an Ihre Grenzen heran zu fahren! Wer seine Hunde nicht korrekt lesen kann, der kann auch schnell sein Team in den totalen Absturz fahren ...

Noch etwas anderes ... In der Fachpresse des Schlittenhundesportes war nun ein Artikel mit der Überschrift "Was gibt es nur für Menschen?" zu lesen. Da hat ein Bauer im Münchner Raum mit seinem Traktor gezielt ein Hundegespann angegriffen und ist zwischen die Hunde gefahren. Dabei wurden drei Hunde schwer verletzt und einer davon musste sogar eingeschläfert werden. Der Besitzer hat Anzeige erstattet und obwohl es keine weiteren Augenzeugen gab wurde der Bauer in mehreren Straftatbeständen in Tateinheit (unter anderem dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz) knallhart verurteilt. Obwohl der Musher mit seinem Gespann schon auf der Seite war um den Traktor durchzulassen, fuhr der Bauer gezielt zwischen die Hunde und ist dann auch noch einfach weg gefahren ohne sich noch einmal umzusehen, obwohl die verletzten Hunde mit Sicherheit vor Schmerzen laut geschrieen haben. Der Einspruch des Bauers (was schon eine rechte Frechheit ist) gegen das Urteil wurde nach der gerichtlichen Aussage des ermittelnden Polizeibeamten mehr oder weniger zwangsweise zurück genommen (vielleicht hätte noch eine höhere Strafe gedroht) und der Bauer wird jetzt (berechtigt) auch noch zivilrechtlich auf Schadensersatz verklagt und da kommt schnell eine große Schadenssumme zustande ...

Ich schreibe dies hier auf, weil ich es toll finde wie die Polizei und Gerichte das verfolgt und geahndet haben, andere dieses Verhalten ebenso verurteilen und weil ich bisher immer dachte, dass nur ich so einen Menschen (falls man ihn noch als Mensch bezeichnen sollte) in meinem direkten Umfeld habe. Mir ist etwas ähnliches mehrfach hintereinander passiert (nur kam dabei Gott sei Dank kein Hund zu schaden - sie wichen immer rechtzeitig aus, sonst hätte ich auch anders reagiert) und ich hatte immer mehrere Augenzeugen, die mir die Vorfälle auch noch schriftlich bestätigt haben. Dem Mann war es dabei sogar völlig egal kleine Kinder und andere Personen auf dem Trainingswagen zu gefährden, fuhr gezielt auf die Hunde los und ich konnte die betreffende Mutter damals nur mit viel Mühe zurück halten den Mann von seinem Traktor zu holen. Heute würde ich die Frau laufen lassen und ich bereue es zutiefst ihn nicht angezeigt zu haben - obwohl ich ihn auf eine andere Art vor Gericht nachhaltiger in seine Schranken verwiesen habe - heute würde ich ihn aber gnadenlos anzeigen, denn solchen Hundehassern und dermaßen egoistischen Menschen mit so einer kriminellen Energie muss einfach das Handwerk gelegt werden. Mit gütlichem Reden und jahrelangen Einigungsversuchen kommt man bei diesen Leuten einfach nicht weiter, dass zeigt mir auch meine eigene jahrelange Erfahrung sowie der jetzige Fall im Münchner Raum und sie haben keinerlei Rücksicht verdient. Nicht alle müssen Hunde lieben, doch ein solches Verhalten kann mit nichts entschuldigt werden und zeigt für mich auch deren Charaktereigenschaften und soziale Kompetenzen auf, denn die gehen meistens auch mit Menschen so gnadenlos um ...

Tja - was gibt es nun für Menschen? Bestimmte Menschen haben in Ihrem Egoismus einfache keine Grenzen ... das zeigt sich mir immer wieder ... und die hören niemals auf ...


17.07.2011

leider war es in letzter Zeit sehr warm und trotzdem haben wir trainiert was ging. Im letzten Jahr konnte ich im Juli erheblich mehr trainieren. Doch der Wetterbericht sagt erfreuliches - also für uns zumindest :-) - heute hat es geregnet und dadurch erheblich abgekühlt und so konnte ich mal wieder problemlos 16 Km am Stück fahren. Tozzy - unsere Mama wird im Moment von Christiane täglich am Fahrrad 5 Km gefahren. Sie freut sich immer wieder mal raus zu kommen und wird so perfekt auf Ihre Rückkehr ins Gespann vorbereitet.

Unser Nachwuchs - Ituma und Amitola - laufen jetzt problemlos 15 Km mit Freude im Team durch. So lang natürlich nur, wenn es die Temperaturen zulassen. Ihre Freude und Begeisterung bei der Arbeit im Geschirr machen mich immer wieder stolz und mir viel Freude. Nun haben sie das Prozedere des Einspannens verstanden und dies klappt von Fahrt zu Fahrt immer besser. Natürlich sind es mit 9 Monaten junge Hunde und die Ablenkung in der großen Welt sind verführerisch und so bekommen sie noch manches Kommando nicht mit und sind ganz überrascht, dass jetzt abgebogen wird :-). Aber auch das klappt immer mehr und Ihre Konzentration bei der Arbeit wird auch immer besser.

Unsere Kleinsten entwickeln sich prächtig und verhalten sich vollkommen artgerecht. Sie wachsen und gedeihen und Ihre zukünftigen Besitzer werden mit Sicherheit stolz auf sie sein. Sie Fressen wie die Großen und sind vollkommen auf feste Nahrung umgestellt. Auch die 2. Entwurmung haben sie tapfer über sich ergehen lassen und stecken alles gut weg. Wenn die Mama nach dem Fahrradtraining zurück kommt und sich entspannt hinlegt, dann kommen sie alle und kuscheln mit Ihr. Ein so süßes Bild ... Wenn sie weg ist, folgen sie Ihrem angeborenen Instinkt und liegen alle zusammen und geben keinen Laut von sich ... auch dieses Verhalten macht mich stolz, denn es zeigt mir immer wieder was für ursprüngliche Hunde ich habe ...

Auch unser Zwingerbau macht weiter große Fortschritte. So habe ich mit Hilfe von guten Freunden nun die ersten 4 Zwingerinnentüren montieren können und nun gilt es die Hunde auf die neuen Gegebenheiten zu trainieren. Im Moment sind sie noch ganz verwirrt, dass es nicht mehr so abläuft wie sie es seit Jahren gewohnt waren sondern sich der Ablauf geändert hat. Aber das spielt sich schon noch ...

Vor zwei Tagen bekam ich noch eine persönliche Einladung zum LGO (Le Grand Odysee) 2012 - dies macht mich besonders stolz, denn es zeigt, das ich in der Longtrailszene als ernstzunehmender Musher mit meinen Hunden aufgrund meiner Leistungen wahr genommen werde. Das LGO ist mit 740 Km das längste europäische Etappenrennen. Die 100.000 $ Preisgeld locken schon mächtig und auch das ausgesuchte Starterfeld ist eine sehr große Herausforderung und eine Ehre mit diesen Mushern im Wettstreit zu fahren. Fahren dort doch meine großen Vorbilder mit ... Ich habe mich aber schon früh entschieden wieder das harte Sedivakuv (Iron Sleddogman-Rennen) in der Tschechei zu fahren und trainiere gezielt darauf. Doch in 2013 ... kann ich das LGO schon mal angehen. Auf dieses Rennen muss ich mich anders vorbereiten und deshalb müssen solche Entscheidungen früh fallen.


30.06.2011

Letzte Nacht hat es geregnet und dadurch ist das Thermometer gleich um 15 Grad gefallen. Sofort war Ralf auf dem Trainingswagen und hat mit zwei 6erTeams eine Trainingsstrecke von über 10 Km absolviert :-) - Dabei hat sich besonders unser Nachwuchs Amitola und Ituma bewährt, die beiden sind mit Ihren knapp 8 Monaten 11 Km im Team gelaufen. Ich bin einfach nur Stolz auf die zwei ...

Auch die anderen waren total heiß aufs Laufen. Immerhin konnten wir wegen der Hitze nun schon eine ganze Weile nicht mehr trainieren. Leider wurde es gegen Mittag wieder so schwülwarm, dass das 3. 6er Team nicht mehr starten konnte und nun sind mal wieder 6 Vierbeiner etwas beleidigt mit mir :-)


29.06.2011

Unser Thermometer zeigt im Moment Temperaturen jenseits der 30 Grad ... was ein Training vollkommen unmöglich macht - Leider - Allerdings gedeiht unser Nachwuchs so prächtig und wir haben viel Freude an den Kleinen. Sie laufen nun schon viel herum und schauen sich die Welt mit Ihren kleinen Knopfaugen sehr interessiert an. Die Mama - Tozzy - macht es wie immer hervorragend und lässt den sieben Rackern eine gute konsequente Erziehung angedeihen. Diese Erziehung trägt unheimlich viel zu den guten Charakteren unserer Hunde bei. Wir nehmen sie nun täglich auf den Arm und gewöhnen sie damit an die Menschen. Dies ist in der Prägephase - die von der 3. Woche bis zur 16. Woche geht -  unheimlich wichtig. Demnächst stellen wir wieder Bilder ein ...

Am 23.06.2011 habe ich mich mal in ein für mich vollkommen neues Metier gewagt :-) und war angeln ... unter der sehr fachkundigen Anleitung des Angelprofis Eddi, der mir geduldig alles gezeigt und erklärt hat, hatte ich dabei einen unglaublich schönen Tag am See bei herrlichem Wetter. Damit wir nicht "wild" angeln gehen hatte Eddi auch einen entsprechenden Ort mit Erlaubnis gesucht.  Ich war stolz darauf keine Angel gekillt zu haben, hatte keine wirklichen Schurrverwicklungen, habe niemand beim Auswerfen der Angel verletzt und auch das Aufbringen des Köders am Haken habe ich bewältigt. Ist nicht so leicht wie man denkt ... dabei musste ich auch an meine zu Hause gebliebene Frau denken :-) - ob sie wohl so beherzt in die Madenschachtel gegriffen hätte :-) - Zu viert waren wir am See in dem sehr viele Forellen waren ... und da sind sie leider immer noch :-) - also zumindest die die ICH fangen wollte :-) - Gott sei Dank muss ich meine Familie und meine Hunde nicht auf diese Art ernähren :-)

Die anderen drei hatten allerdings Ihren Erfolg und so musste es wohl an mir liegen - Anfänger eben :-) - ABER - liebe Forellen, nur weil Ihr einmal bei mir Sieger geblieben seid, heißt das nicht, das es immer so bleibt und ich werde bestimmt wieder kommen. Es hat mir unheimlichen Spaß gemacht und dies schreit ja nach einer Wiederholung. Wir vier hatten beim Angeln auch viel Spaß und so war es für mich nicht so tragisch keinen Fisch gefangen zu haben. Gelernt habe ich auch eine Menge. Die Tiefe eines Angelhakens einzustellen (warum das überhaupt sein muss), welcher Köder für welchen Fisch, das man für andere Fische andere Angeln braucht und warum, das nicht alle Plätze an einem See gleich sind, einiges über verschiedene Schwimmer (wann leichtere, Formen ...) ... Profi bin ich jetzt bestimmt immer noch keiner, aber ... ich weiß nun schon einiges mehr ...

Am nächsten Tag hatten wir auch noch ein tolles Grillfest und so hatte ich mit Wanderungen (die schon ein wenig an Bergsteigen erinnerten :-)), Angeln und lecker Grillen bei guten Freunden ein paar tolle Tage ... Wer mich kennt weiß, dass es mir unheimlich schwer fällt ohne meine Frau und meine Hunde irgendwo hinzufahren ... ich bin unheimlich gern zu Hause und ich fange sehr schnell an alles zu vermissen (Reisen in den Norden oder in den Schnee mal ausgenommen, aber da habe ich auch alles was mir lieb und teuer ist dabei :-)) und so hat die Aussage "es waren tolle Tage" einen sehr hohen Stellenwert ...

Eddi Du hast doch fotografiert ... und wenn Du mir da ein paar Bilder zukommen lassen könntest ... Noch mal vielen dank an Dich und deine Frau für die tollen Tage ... und schon habe ich die Bilder bekommen ...


20.06.2011

Letztes Wochenende hatten wir wieder ein Zughundetraining hier bei uns und es ist wie immer sehr erfolgreich verlaufen. 4 vollkommen unerfahrene Hunde und auf diesem Gebiet unerfahrene Besitzer haben am Freitag zusammen mit Ihren Besitzern bei uns das Ausbildungsprogramm zum Schlittenhund und Schlittenhundeführer begonnen und sind am Sonntag im Gespann eine Tour von 17 Km gelaufen als hätten sie Ihr ganzes Leben nichts anderes gemacht :-) - Die Strecken waren allerdings nur möglich, weil die Besitzer im Vorfeld schon sehr viel mit den Hunden unterwegs waren und die so an langes Laufen beim Spazieren gehen gewöhnt waren. Zwei Sibierer (Teddy und Gini), ein Husky-Podenko-Mix (Aska) und ein Rumänischer Straßenhund (Missi) voller Energie laufen nun als Einheit stolz vor dem Wagen im Geschirr. Vor allem der rumänische Straßenhund hat sich während der Ausbildung sehr zum Positiven verändert. Aufgrund seiner Vergangenheit stand der Hund immer unter Strom und konnte nicht still stehen, kläffte viel und hatte irgendwie immer Angst. Durch die körperlich Auslastung ist der Hund nun viel ruhiger und gelassener. Er hat jetzt wesentlich mehr Lebensqualität, ist entspannter und ist glücklicher - was seine Besitzer auch glücklicher macht :-)

Unsere "Ausbildungshunde" Ramirez und Louis haben auch wieder gute Arbeit geleistet und viel Geduld mit den "Anfängern" gezeigt :-)

Die Besitzer haben gelernt warum das Schlittenhundesport heißt :-) - waren mit Begeisterung und sportlichem Ehrgeiz bei der Sache :-) - Der Schlittenhundesport hat sie nun vollkommen in Besitz genommen ...

Am Wochenende war dann noch ganz lieber Besuch aus der Schweiz bei uns und ich freue mich wirklich sie kennen gelernt zu haben. Ihre Einladung sie für Touren zu besuchen - haben wir mit Freuden angenommen ... Sie waren da um unseren neuesten Nachwuchs zu besichtigen und nun gehen insgesamt 5 Welpen in Schweiz in traumhafte Umgebungen (auf die ich schon neidisch bin :-)) in bestehende Kennels und werden dort Ihren "Job" als Schlittenhunde aufnehmen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Hunde aufgrund Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrer absoluten Menschenfreundlichkeit bei den Musher so viel Beachtung und Freunde finden. Drei unserer Welpen gehen in der Schweiz auf eine professionelle Huskyfarm, die natürlich gut handelbare und leistungsfähige Hunde brauchen. Wie bei uns gehen da viel Fremde in den Zwingern ein und aus und da ist der Charakter und die völlige Aggressionslosigkeit unserer Hunde gegenüber Menschen  sehr wichtig. Auch unsere Gäste hier sind immer wieder von dem tollen Charakter und der Freundlichkeit unserer Hunde begeistert. Wir achten in unserer Zucht auch sehr darauf diese Eigenschaften weiterhin bei unserem Nachwuchs zu erhalten und haben dies jetzt seit 20 Jahren auch sehr gut geschafft.

Heute - Montag - hat es dann geregnet und merklich abgekühlt ... wie schön! - sofort habe ich die Gunst der Stunde genutzt und bin wieder mal etwas länger mit einem 6er-Team zum Training unterwegs gewesen. 18 Km haben wir bei 16 Grad abgespult und der Regen war den Hunden und mir völlig egal. Dann habe ich meinen neuen Auslauf gut ausgenützt und nach dem Training mit meinen Hunden gespielt und sie alle um mich gehabt. Sie konnten es erst nicht verstehen, dass sie nicht sofort wieder in Ihre Zwinger sollten und standen brav vor der Tür und warteten dass ich aufmache :-) - aber dann haben sie die neue gewonnene Freiheit mit mir zusammen genossen und sie lachten richtig (ja - ein Hund kann lachen) und mit viel Freude mit mir gespielt.


15.06.2011

Heute war es soweit und unser Nachwuchs durfte mit den "Großen" das erste Mal ins Gespann. Es hat geregnet und die Temperaturen fielen auf 15 Grad - Amitola und Ituma fieberten diesem ersten Einsatz genauso entgegen wie ich :-) Nach der guten Vorbereitung am Reifen und am Roller waren die Beiden super ausgebildet und genauso hat es auch funktioniert. Beim Einspannen im 6er-Team standen die Beiden wie eine Eins im Team (Kopf nach vorn, gerader Rücken und Tugline gespannt) und als das Kommando "OK" kam ging es los. Sie liefen als hätten sie in Ihrem Leben noch nie etwas anderes gemacht. Ich war darauf gefasst die "Älteren" runter zu bremsen ... aber nichts da ... mit Ihren 7,5 Monaten ging es ihnen gar nicht schnell genug und haben sich in die Geschirre gestemmt als gäbe es kein Halten mehr. Zuerst wollte ich nur 5 Km fahren doch dann wurden 8 Km daraus, weil sie mit riesiger Begeisterung bei der Arbeit waren. Wieder zu Hause habe ich sie mit den anderen frei herum laufen lassen und man sah Ihnen den Stolz mit gewesen zu sein regelrecht an. Kaputt ??? kein Stück - ausgespannt fingen sie sofort an zu spielen :-)

Ich bin so stolz auf unseren Nachwuchs und die Beiden haben den Wiederholungswurf heute mehr als nur gerechtfertigt ... Ab jetzt sind im Trainingsprogramm ...


14.06.2011

Im Mai sind wir sind ja nicht so viel gefahren, weil zum Einen die Temperaturen nicht gepasst haben und wir viel gebaut haben. Nun ist ja auch noch unser Wiederholungswurf seit dem 03.06.2011 auf der Welt und Tozzy hat es wie immer super gemacht ... Die stolze Mama hat sieben kleine Schlittenhunde gesund auf die Welt gebracht und umsorgt und pflegt sie mit Inbrunst und Hingabe :-)

Wir haben es uns sehr lange und gut überlegt ... doch Ramirez kommt nun ins Alter und die Nachfrage nach diesem Hundetyp bei unserem letzten Wurf im November ... Die super tollen Welpen ... und nun sind sie da - die Süßen ...

Diesmal kommen sie auch farblich noch mehr nach dem Papa und so sind drei weise dabei ...

Wir haben auch unseren Freilauf vergrößert und können die Hunde jetzt aus verschiedenen Zwingern zusammen lassen oder direkt nach dem Fahren einfach laufen lassen ohne dass die vielen Nachbarskatzen gefährdet sind :-)

Nun kann auch unser Flaffy mit den anderen Hunden nach Herzenslust spielen und um die Wette rennen - was er auch gut ausnutzt :-)


29.05.2011

Tja - leider war der Mai mit Temperaturen über 30 Grad nicht gerade förderlich für unser Training und so haben wir uns anderen Aufgaben zugewendet. Unser Nachwuchs - der sich übrigens prächtig entwickelt - wurde weiter ausgebildet und nun steht dem 1. Einspannen vor dem Trainingswagen nur noch die Wartezeit bis zu besseren Wetterbedingungen entgegen. Im Geschirr und am Reifen machen sich die Beiden super. Zu Fuß kann ich sie schon länger nicht mehr führen und so habe ich mich entschlossen sie mit dem Roller oder dem Fahrrad zu begleiten und da muss ich auch schon ganz schön arbeiten um dran zu bleiben :-)

Die beiden arbeiten mit viel Freude und laufen Schulter an Schulter. Wenn das Gewicht etwas schwerer wird (bergauf) dann legen sie sich wie die "Alten" ins Geschirr. Beim Anschirren sind sie kaum zu bändigen und freuen sich wie verrückt aufs Laufen. Auch die anderen Ausbildungsschritte wie Leinenführigkeit, Kommandos ... absolvieren sie einfach nur gut. Sie sind ans Stake Out gewöhnt und stehen, wenn sie angebunden, sind ganz ruhig und entspannt. An der Leine laufen sie freudig und orientieren sich an uns. Sind mit dem Kopf immer bei uns und hören auf unsere Kommandos ... Ituma wurde jetzt am Reifen neben einen "fremden" Hund gespannt um zu sehen wie sie sich da verhält und auch dies ist toll abgelaufen. Ituma stand ganz ruhig, nach vorn orientiert und wartete auf das Startkommando. Dann ist sie mit gesenktem Kopf losgelaufen und hat einfach nur Ihren Job verrichtet ohne den anderen Hund zu beachten ... einfach nur toll ... 

Mit Stolz höre und lese ich, dass sich die Wurfgeschwister im Gespann genauso toll entwickeln - über die Fortschritte von Finn und Fjäll könnt Ihr hier http://www.birvekennel.ch/aktuelles/ lesen. Die beiden leben jetzt in einer traumhaften Gegend in der Schweiz.

Wegen dem super Ergebnis des letzten Wurfes und der riesigen Nachfrage unserer Welpen haben wir uns - nach reiflicher Überlegung -  entschlossen diesen Wurf zu wiederholen und warten nun auf die Kleinen. Diese werden in den nächsten Tagen geboren und wir freuen uns riesig auf den Nachwuchs. Falls jemand Interesse an guten Alaskaner Langstreckenhunden der Linie Aurora hat - dann Bitte einfach per Mail bei uns nachfragen.

Ansonsten haben wir die Zeit der Wärme genutzt die Hunde alle zu entwurmen (was im Training nicht so gut ist), an der Disziplin zu arbeiten und unsere Zwingeranlage weiter aus zu bauen. Um das Handling zu erleichtern und weitere Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen haben wir begonnen Zwingerabteilungen zu bauen. Nun können wir die Hunde besser trennen und das Rudel für eine bestimmte Zeit auflösen, den Auslauf für Einzelausbildungen zu nutzen und für das Training gezielter die Hunde auswählen. Dann haben wir unseren Platz vor den Zwingern geschlossen und können nun nach dem Fahren die Hunde einfach alle frei laufen lassen ohne dass unsere Nachbarskatzen gefährdet sind :-) - So können wir nun auch unsere Hunde frei zu uns auf die Terrasse holen und so die Bindungen noch mehr verstärken. Auch für unsere Gäste wird das Erlebnis durch die bessere Nähe zu den Hunden wesentlich erhöht. Diese Baumaßnahmen habe ich auch als Training für mich angesehen :-) - mehrere Tonnen an Steinen, Betonestrich, Holzbalken und Holzplatten mussten bewegt und verarbeitet werden ... :-) - Die Elektrik musste erweitert werden damit Beleuchtungen wieder aktuell werden, Maurerarbeiten, Verputzerarbeiten, Dach bauen  ... und bei diesen Arbeiten haben ich gemerkt, dass ich für meine Kondition dringend auch etwas tun musste :-) - Bei den Planungen habe ich alle meine Erfahrungen einfliesen lassen und so haben ich zum Beispiel eine gute Zwingertüre konstruiert in der alle Schwächen beseitigt sind. Sie klemmen im Winter nicht, sind stabil und halten das Anspringen der Hunde ohne Problem aus, halten ewig, sind von Beiden Seiten gut zu öffnen, (mit einen gut ausgearbeitetem Öffnungsmechanismus, der nicht nur einen Punkt hat) sind breit genug aber auch eng genug ... in den 25 Jahren Hundehaltung habe ich da schon so meine Erfahrungen gemacht. Jetzt überlegen wir uns diese Türen in unserem Onlineshop anzubieten. Falls da jetzt schon jemand Interesse hat und welche braucht ... einfach mal melden ... Unser Angebot geht von der Maßanfertigung bis zur Anlieferung und sogar dem Einbau vor Ort ...

Weiterhin bieten wir ja unsere Ausbildungskurse an, die auch gut angenommen werden. So trainieren wir zum Beispiel auch Anfänger mit Ihren Hunden am Trainingswagen, dem Roller, dem Fahrrad oder dem Saco Car. Einzelhundetraining bis hin zur Begleithundeprüfung stehen auch noch auf unserem Programm oder sie wollen in das "Langstreckenfach" wechseln und wissen nicht wie sie Ihre Hunde darauf vorbereiten sollen, die Fütterung und das Training sind da schon sehr speziell bei dieser Sportart ... ? Wir helfen auch dabei ... gerade im Sommer geben wir ganz viele Kurse in dem Bereich ...

Wärme ist ein guter Disziplinierungsfaktor für Hunde :-) und so läuft zum Beispiel das Rollertraining sehr gut. Gerade mit mehreren Hunden davor :-) - nicht umsonst haben wir so viele Kommandoleader :-)


01.05.2011

Über Ostern hatten wir hier hochsommerliche Temperaturen von +20 bis +25 Grad und trotzdem konnte ich mit meinen Hunden das Training entsprechend aufrecht erhalten und Strecken von ca. 10 - 15 Km absolvieren. Ich habe mich über jeden regnerischen Tag mit niedrigen Temperaturen gefreut und habe jede Gelegenheit genutzt um zu fahren. Die Hunde sind immer motiviert - egal wie warm es ist - und laufen mit Begeisterung. Aufgrund meiner Erfahrung weiß ich wie weit ich sie belasten kann und mein System mit den drei 6-Hunde-Teams am 80 Kg-Wagen bewährt sich immer mehr. Die Kondition und die Kraft wird erhalten und es bestätigt sich auch, dass das Fahren im Gespann immer noch das Beste ist.

Gleichzeitig baue ich meine Zwingeranlage aus und unser Nachwuchs braucht auch noch seine Einheiten so ist man immer beschäftigt :-)


26.04.2011

Trotz des sehr warmen Wetters über Ostern konnten wir ein bisschen trainieren. Wir hatten auch sehr netten Besuch und Eddi hat die Gelegenheit genutzt mit seinem Roller einmal eine längere Strecke zu fahren. Mit Chinok und Akeela am Dogscooter ist er meinem 6-Hundeteam 20 Km hinterher gefahren. Er wollte seinen Roller und sich :-) auf einer Geländestrecke testen. Was super geklappt hat. Vor allem die Bodenfreiheit des Rollers war fraglich, doch mit seinen Fahrkünsten hat Eddi das super gemeistert, wofür er meinen höchsten Respekt hat. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 30 Km/h ist Rollerfahren schon eine Kunst ... Obwohl er bei der Wärme und den steilen Anstiegen hier bei mir schon etwas ins schwitzen kam :-) steht seiner Rennteilnahme mit unseren Hunden in Geslau nichts mehr im Weg.

Heute sind die Temperaturen auch auf +14Grad gefallen - was ich natürlich gleich ausgenützt habe und wieder zwei Teams gut trainieren konnte. Es hat sogar ein wenig geregnet was sowohl die Bauern und mich sehr gefreut hat :-).

Heute hat Lakota die gestern gerade reparierte Hütte erneut zerlegt, weil er warten musste bis er dran war aber unbedingt mit wollte und sich durch die 2,5 cm starke Holztüre durchgefressen :-) ... Die Hunde sind so gut drauf, dass es immer wieder eine Freude ist mit Ihnen zu fahren. Auch Akasha kommt langsam wieder bei uns an und ist heute problemlos 15 Km mit gelaufen und hat auch toll gearbeitet. Der Boden ist jetzt kein Problem mehr. Lediglich der Geschwindigkeit zollt sie noch Respekt und riegelt bei knapp über 20 Km/h ab. Doch auch dies wird sich geben - kurzfristig zeigt sie ja was kann :-) ... sie gliedert sich ganz toll ein und wird spätestens im Winter im Langstreckenteam voll dabei sein ...

Auch Ituma und Amitola haben über Ostern wieder Ihre Strecke mit dem Reifen absolviert und danach haben wir mit Ihnen vor unseren Zwingern noch gespielt. Ich habe auch wieder positive Nachrichten über die Geschwister der beiden  erhalten. Die sind genauso frech und agil und entwickeln sich prächtig, kommen mit den "älteren" Hunden super zurecht und melden schon mal Ansprüche an im Gespann mitzulaufen :-)


21.04.2011

Das Wetter wird für unseren Sport immer schlechter ... tja - was des einen "Freut" ... trotzdem halten wir unser Training aufrecht so lange wie es nur geht ...

Seit ein paar Tagen haben wir immer um die gleiche Zeit einen besonderen Besuch :-) - ein Huhn kommt immer gegen 17:00, läuft stolz herum, pickt auf unserem Hof herum und begibt sich dann zum Schlafen auf einen Ast in unserem Fliederbaum. Morgens ist es dann weg ... wem das Huhn auch immer gehört :-)


20.04.2011

Heute durfte mal ganz der Musher-Nachwuchs dran und mein Sohn ist allein mit einem Vierhundegespann über eine Strecke von 10 Km gefahren. Mit Ramirez und Louis im Lead hatte er ganz erfahrene "Chefs" dabei, im Wheel waren Tozzy und Kimba und es ist alles super gelaufen. Das hast Du gut gemacht mein Sohn ...

Bei +18 Grad sind die Hunde wieder super gelaufen und haben alle die Strecken von 10 km mit viel Elan und Begeisterung hinter sich gebracht. ich bin immer besonders stolz auf meine Hunde, wenn sie unter solchen Bedingungen Ihren Job so super mit Begeisterung machen ... Das müssen andere Hunde erst mal leisten :-)

Jetzt geht es mit Amitola und Ituma noch auf unsere 2,5 Km lange Strecke mit dem Reifen. Diesmal fahre ich aber mit dem Fahrrad mit, denn ich kann nicht so schnell hinterher rennen :-) - immerhin bin ich auch über 50 und kann nicht mit der Leistungsfähigkeit meiner Hunde konkurrieren - auch wenn sie so jung sind :-)

Wir sind dann noch eine Runde von 5 Km mit einem unserer Nachbarshunde gefahren ... Rambo hat seine Sache im Vierergespann ganz super gemacht, ist mit viel Spaß mit gelaufen und es soll wiederholt werden ...


19.04.2011

Wir planen wieder an den schweren Langstreckenrennen in der Tschechei teil zunehmen und sind deshalb auch jetzt schon in den Vorbereitungen dazu. Unser Ziel ist es über den Sommer den hohen Leistungsstand der Hunde zu halten, unsere bisherigen Erkenntnisse weiter in die Ausbildung und Vorbereitung einfliesen zu lassen und dabei die Disziplin im Gespann immer weiter zu verbessern. Nächstes Jahr haben wir über den Rennzeitraum des Sedivakuv keine Welpen und so wird auch Christiane - meine Frau mit einem Team - am Rennen teilnehmen. Was wiederum bedeutet, dass noch mehr Hunde auf das lange und schwere Rennen vorbereitet werden müssen.

Leider haben wir im Moment sehr schlechte Wetterbedingungen mit +20 Grad und so gestaltet sich das Training als schwer und kompliziert. Trotzdem können wir mit unseren Hunden Morgens noch Strecken von 12 bis 20 Kilometer zurücklegen. Bei besseren Wetterbedingungen fahre ich zwischen 30 und 40 Kilometer - wohlbemerkt auf Dreck mit dem Trainingswagen. Ich habe alle Hunde in drei 6er-Teams aufgeteilt und fahre zwei Teams pro Tag. Unsere Trainingsleistungen können ja an anderer Stelle auf unserer Internetseite nachgelesen werden. So kann ich jeden einzelnen Hund besser beobachten und die Teams besser nach Leistungsfähigkeit und Temperaturempfindlichkeit zusammen stellen.

Wir haben ja auch unsere Akasha wieder zurück bekommen. Die ist eine Schwester von unserer Tozzy und sie wird nun langsam auf den entsprechenden Trainingsstand (nach unseren Ansprüchen) gebracht und wir hoffen sie im Herbst so weit zu haben.

Dann haben wir ja noch unseren Nachwuchs Ituma und Amitola ... die zwei entwickeln sich prächtig und stellen sich in der Ausbildung ganz hervorragend an. Die beiden sind als Ersatz für unsere leider schon 12 Jahre alten Ramirez und Zappa eingeplant. Ramirez und Zappa sind als ausgebildete und zuverlässige Kommandoleader nur schwer zu ersetzen (Ramirez und Zappa sind das letzte Sedivakuv als Kommandoleader durchgelaufen) und die beiden Mädels müssen sich echt anstrengen um in Ihre Fuß- Ähhh Pfotenstapfen treten zu können :-) - aber sie haben sehr gute Eltern und sehr gute Gene und es sieht alles danach aus als ob da die nächste Generation Langstreckenhunde heranwächst :-) ...

Die beiden haben die ersten Stufen der Ausbildung mit knapp 5,5 Monaten durchlaufen (Leinenführigkeit, Gewöhnung an den Menschen, Sozialisierung mit Hund und Mensch, Freilaufen, Geschirrgewöhnung, Stake-Out-Gewöhnung, Namenskommando ...) und diese Stufen hervorragend gemeistert. Nun haben wir heute mit dem leichten Zughundetraining begonnen und die zwei Mädels haben eine solche Begeisterung an den Tag gelegt, dass ich mehr als nur zufrieden bin. Das Geschirr stört sie überhaupt nicht und an die Last und die Geräusche beim Reifenziehen haben sich beide schon super gut gewöhnt. Nun laufen sie mir mit dem Reifen schon davon :-) und ich muss ganz schön rennen um bei Ihnen zu bleiben. Dabei werden auch die ersten Kommandos eingeübt. seht selbst:



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Mitglieder im Verband VDSV und AGSD
Musherpaßnummern: Christiane 004923016111866; Ralf (diplomierter Hundeverhaltenstherapeut) 004922105601865
Wir sind beide seit 2006 Inhaber des Diploms "Better-Mushing I" vom VDSV
Stand: 23. September 2015