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01.07.2006


Warum soll man mit Gewalt rauben, was man in Güte durch Freundschaft und Liebe viel einfacher erhalten kann?  ... (Wahundsonacook - Irokesse)


Planung unserer Rennen und das dazugehörige Training


Hier wollen wir beschreiben, was wir in der jeweiligen kommenden Saison an Aktivitäten planen und die Vorbereitungen dafür aufzeigen. Wir wollen auch allen Interessierten unsere Erfahrungen aus dem Training aufzeigen und Auswertungen aus dem vergangenen Jahr mit der Vergleichsmöglichkeit zur aktuellen Zeit ermöglichen. Damit werden allerdings keine allgemeingültigen, für alle nutzbare Richtlinien von uns aufgestellt sondern es soll mehr die Leistungsfähigkeit von Schlittenhunden dokumentiert werden. Leider werden sehr viele dieser Hunde nicht artgerecht gehalten, weil der am häufigsten gemachte Fehler in der Hundehaltung leider auch vor dieser Rasse nicht halt macht: DIE VERMENSCHLICHUNG ...

 In erster Linie bestimmen unsere Hunde(-typen) das Training und in zweiter Linie bestimmen natürlich die gesteckten Ziele den Aufwand dafür. Alles was wir tun, läuft auf der Basis unserer 25jährigen internationalen Erfahrungen im Sprint, Middle-Distance und Long-Trail in allen geografischen Gebieten und Wetterbedingungen sowie der in unserem Zwinger stehenden Hundetypen. Interessierte können sich Anregungen holen, jedoch ist nicht alles eins zu eins übertragbar. Dies bitte unbedingt beachten!

Wenn sie weitergehende Informationen zur Haltung und zum Zughundesport haben möchten, dann können sie sich gern an uns wenden. Wir bieten entsprechende individuelle Ausbildungsseminare zusammen mit Ihrem(n) Hund(en) an und dort lernen sie nicht nur die Theorie sondern auch die Praxis.


In der Saison 2008/2009 sind wir mehr Sprintrennen gefahren und haben an diversen Meisterschaften und internationalen Schlittenhunderennen recht erfolgreich (1. bis 3. Platz) teilgenommen. Doch im Jahr 2010 sind wir endgültig und ernsthaft zu unseren Wurzeln den Langstrecken zurück gekehrt. Unsere Hunde sind auch wesentlich mehr für längere Distanzen geeignet und dann bin ich persönlich der Meinung das Schlittenhundesport aus erheblich mehr als einem 3Km oder 5Km Sprintrennen besteht. Ich sage ganz oft: "Ich will doch etwas länger fahren, als ich zum Einspannen brauche". Damit jetzt aber keine Missverständnisse aufkommen, sage ich gleich dazu, dass ich nichts gegen Sprintrennen habe oder gar gegen Musher, die sich dieser Disziplin verschrieben haben. Nicht alle haben die Hundetypen für Longtrail, nicht alle haben das Trainingsgebiet für Longtrail, nicht alle wollen den Aufwand für Longtrailrennen betreiben und auch nicht alle haben die Zeit und die Geduld sich auf ein Langstreckenrennen vorzubereiten. Wir leben in Deutschland - dies darf nie vergessen werden und jeder muss nach seinen Möglichkeiten trainieren und "seine" Hunde halten. Also muss jeder seinen eigenen Weg suchen - das haben wir auch getan - doch nun zu den wesentlichen Dingen ...

Für mehr Informationen über diesen Sport und der Vorbereitung zum "Mushing" für Mensch und Tier <<klicken Sie bitte hier>> und <<und hier>> um aktuelles aus unserem Leben mit den Hunden zu erfahren schauen sie bitte in unser Tagebuch <<klicken sie hier>>


Unsere Trainingsleistungen ab der Saison 2010 bis 2013 - wir haben unsere Saison immer von Juli bis Juni eingeteilt, weil wir so ein klareres und vergleichbares Bild der Laufleistungen unter allen Wetterbedingungen erhalten. Die unterschiedlichen Laufleistungen hängen mit dem Zeitmanagement, Welpenaufzucht, Wetterbedingungen, Hunde kamen erst später zu uns und wärmeempfindlichkeiten einzelner Hunde zusammen.


Saison 2012/2013

Trainingskilometer nach Monaten und Hund
Name
Wurftag
Alter in Jahren Juli 2012 August 2012 September 2012 Oktober 2012 November 2012 Dezember 2012 Januar 2013 Februar 2013 März 2013 April 2013 Mai 2013 Juni 2013 Saison 2012/2013 in Km Saison
2011/2012
in Km
Saison 2010/2011 in Km Gesamt 2010 - 2013 in Km
Yepa
12.09.2012
0,6 0 0 0 0 0 0 0 0 11 18 0 0 29 Km 0 Km 0 Km 29 Km
Akhemo
26.03.2008
5,0 55 156 226 384 249 111 336 178 183 127 0 0 2.005 Km 2.017 Km 1.965 Km 5.987 Km
Dakota
19.11.2009
3,4 95 143 185 361 198 126 120 140 74 127 0 0 1.569 Km 795 Km 0 Km 2.364 Km
Sivan
12.09.2012
0,6 0 0 0 0 0 0 0 0 11 18 0 0 29 Km 0 Km 0 Km 29 Km
Turbo
11.05.2012
0,9 0 0 0 0 0 124 33 111 124 109 0 0 501 Km 0 Km 0 Km 501 Km
Bono
24.08.2008
4,6 65 145 186 298 191 104 36 117 136 121 0 0 1.399 Km 1.785 Km 1.495 Km 4.679 Km
Narnja
14.02.2011
2,2 0 0 0 0 0 0 0 0 0 97 0 0 97 Km 0 Km 0 Km 97 Km
Chinok
30.09.2006
6,5 65 145 210 233 299 124 92 106 106 93 0 0 1.473 Km 2.118 Km 1.758 Km 5.349 Km
Tatonka
30.09.2006
6,5 65 145 210 341 217 143 157 117 136 108 0 0 1.639 Km 2.057 Km 1.739 Km 5.435 Km
Cloud
11.07.2009
3,7 81 196 317 467 292 165 377 192 196 113 0 0 2.396 Km 2.201 Km 1.808 Km 6.405 Km
Louis
06.08.2006
6,7 72 169 207 368 208 165 378 178 185 156 0 0 2.086 Km 2.508 Km 1.804 Km 3.890 Km
Maya
04.01.2009
4,3 0 0 0 0 0 0 0 0 0 129 0 0 129 Km 0 Km 0 Km 129 Km
Lulu
24.06.2005
7,8 96 251 308 487 306 221 337 117 146 121 0 0 2.390 Km 2.347 Km 1.648 Km 6.385 Km
Kimba
15.09.2006
6,6 66 143 226 360 190 108 166 170 63 127 0 0 1.619 Km 2.035 Km 1.548 Km 5.202 Km
Kalle
16.06.2011
1,8 0 0 0 0 0 105 95 125 163 93 0 0 581 Km 0 Km 0 Km 581 Km
Kay
16.06.2011
1,9 0 0 0 0 0 105 340 133 181 128 0 0 887 Km 0 Km 0 Km 887 Km
Kim
16.06.2011
1,9 45 170 280 395 226 147 378 178 198 147 0 0 2.164 Km 0 Km 0 Km 2.164 Km
Bony
06.08.2010
2,7 72 158 218 384 219 138 378 165 147 147 0 0 2.026 Km 2.055 Km 0 Km 4.081 Km
Durchschnittlich zu ziehendes Gewicht pro Hund: 32,77 Kg   Stand: 28.04.2013              

Weitere Einzelheiten zu unserem Training können Sie noch unserem Tagebuch entnehmen (letzter Eintrag 28.04.2013) - bitte <<schauen Sie dazu hier>>


Saison 2011/2012


Trainingskilometer nach Monaten und Hund
Name
Wurftag
Alter in Jahren Juli 2011 August 2011 September 2011 Oktober 2011 November 2011 Dezember 2011 Januar 2012 Februar 2012 März 2012 April 2012 Mai 2012 Juni 2012 Saison 2011/2012 in Km Saison 2010/2011 in Km Gesamt 2010 - 2012 in Km
Tala
30.09.2006
5,7 103 127 129 169 186 204 308 234 298 252 62 48 2.120 Km 1.918 Km 4.038 Km
Akhemo
26.03.2008
4,2 103 100 109 153 182 278 209 226 293 243 73 48 2.017 Km 1.965 Km 3.982 Km
Dakota
19.11.2009
2,6 0 0 0 0 0 0 0 146 235 278 81 55 795 Km 0 Km 795 Km
Morpheus
15.01.2008
4,4 103 127 129 169 151 204 315 194 287 221 47 48 1.995 Km 2.003 Km 3.998 Km
Weeko
12.10.2004
7,7 103 127 129 193 184 218 107 239 324 265 47 65 2.001 Km 1.954 Km 3.955 Km
Bono
24.08.2008
3,8 110 129 134 171 188 192 75 203 258 243 31 51 1.785 Km 1.495 Km 3.280 Km
Triebel
18.07.2007
4,9 68 70 134 171 188 192 84 211 258 243 31 51 1.701 Km 1.379 Km 3.080 Km
Chinok
30.09.2006
5,7 110 129 128 171 149 248 296 219 258 243 68 99 2.118 Km 1.758 Km 3.876 Km
Tatonka
30.09.2006
5,7 110 129 128 153 182 273 296 219 242 243 31 51 2.057 Km 1.739 Km 3.796 Km
Lakota
30.09.2006
5,7 95 113 143 227 231 255 114 204 250 290 31 51 2.004 Km 1.683 Km 3.687 Km
Cloud
11.07.2009
2,9 103 127 135 175 196 218 281 241 315 243 77 90 2.201 Km 1.808 Km 4.009 Km
Inuk
19.11.2009
2,6 0 0 0 0 0 0 0 65 88 231 71 30 485 Km 0 Km 485 Km
Louis
06.08.2006
5,9 80 132 141 271 236 255 314 331 287 307 84 70 2.508 Km 1.804 Km 4.312 Km
Tozzy
26.03.2008
4,2 70 35 128 240 216 262 116 296 284 283 94 78 2.102 Km 845 Km 2.947 Km
Akeela
26.03.2008
4,2 68 89 152 158 139 230 59 138 234 290 31 51 1.639 Km 1.702 Km 3.341 Km
Lulu
24.06.2005
7,0 94 118 161 234 178 239 301 228 258 349 83 104 2.347 Km 1.648 Km 3.995 Km
Kimba
15.09.2006
5,8 96 126 119 205 205 223 94 238 253 346 71 59 2.035 Km 1.548 Km 3.583 Km
Akasha
26.03.2008
4,2 103 127 155 156 121 214 73 140 213 221 47 48 1.618 Km 187 Km 1.805 Km
Ilug 03.06.2011 1,0 0 0 0 0 0 0 0 105 149 217 71 47 589 Km 0 Km 589 Km
Bony
06.08.2010
1,9 12 163 162 209 216 285 109 240 202 316 71 70 2.055 Km 0 Km 2.055 Km
Durchschnittlich zu ziehendes Gewicht pro Hund: 35,27 Kg   Stand: 31.06.2012            

das 16. Internationale Schlittenhundewagenrennen in Oberndorf (bei Rothenburg/Tauber) am 05.11.2011 - 06.11.2011

Allgemeine Information zu dem Rennen: Oberndorf ist ein Sprintrennen über 7,5 Km und wir fahren dieses aus Tradition. Das gehört für uns einfach zum festen Bestandteil unserer Rennaktivitäten. Es ist für alle (Teilnehmer und Zuschauer) optimal organisiert und dieses Rennen hat auch einen guten Stellenwert bei Mushern.

Ergebnis:

Das Rennen war mit 110 Startern aus Deutschland, der Schweiz, Tschechei und Österreich und vielen namhaften Mushern sehr gut besetzt und alle konnten eine gute Standortbestimmung für Ihre Hunde mitnehmen. Das Wetter war für die Zuschauer hervorragend doch für die Hunde eher schlecht. Die Sonne kam heraus und es wurde leider im Laufe des Tages sehr warm. Die Strecke wurde aus diesem Grund dann auch verkürzt und das Rennen konnte gut zu ende gefahren werden.

Eddi Vogel ==> Dogscooter mit Louis und Tatonka ==> 2. Platz
Christiane Gotthardt ==> Klasse A NR mit Ramirez und Zappa im Lead ==> 3. Platz (mit zwei 12jährigen Rüden im Lead!!)
Ralf Gotthardt ==> Klasse A NR mit Bono und Triebel im Lead ==> 1. Platz

Für unsere auf - Longtrailstrecken trainierte - Hunde ein sehr gutes Ergebnis auf einem Sprintrennen und wir sind rundherum zufrieden. Denn wir  befinden uns zum Einen schon in den Vorbereitungen für das Longtrailrennen Sedivakuv Long mit seinen unheimlich harten 12.000 Höhenmetern, Eddi ist sein erstes Rennen gefahren und dann sind im Team von Christiane unsere beiden 12 jährigen im Lead  mit gelaufen. Auf deren 3. Platz bin ich besonders stolz. Auf diesem Rennen habe ich auch wieder gesehen, das unser Training greift und unser Hundetyp sich auf Sprintrennen keineswegs zu verstecken braucht. Durch die Sprintrennen verliere ich allerdings zu viel Kilometer für meine Vorbereitung auf das Sedivakuv Long und werde deshalb in dieser Saison keine Sprintrennen mehr fahren. Die Sprintrennen gehen leider nur über sehr kurze Distanzen und wenn ich an dem Wochenende zu Hause trainiere fahre ich erheblich mehr (fast das 10Fache). Was ich sehen wollte (wie sich die Hunde auf einem Stake-Out-Platz zeigen ...) konnte ich sehen.

  Team Christiane

Team Eddi am Scooter

Team Ralf
Lead Ramirez Zappa Louis Tatonka Triebel Bono
Swing Weeko Tozzy     Bony Cloud
Team Akhemo Akeela     Tala Lakota
Wheel Kimba Akasha     Lulu Morpheus

ein kleiner Rennbericht in unserem Tagebuch unter http://www.globusline.de/Tagebuch2011.htm


Wir wollen ja 2013 nach Russland (das wird ein super tolles Abenteuer - vor allem die Anreise mit dem Auto :-) - für uns und unsere Hunde) um dort das Kevala-Rennen über 500 Km durch die Wildnis in Russisch-Karelien zu fahren und so sehen wir für 2012 das Sedivakuv Long als weitere Vorbereitung an. Der Aufwand für Longtrailrennen ist immens und die Planung sowie der Trainingsaufwand nimmt unheimlich viel Zeit in Anspruch und leider auch sehr viel Geld. So ist für uns das wichtigste Rennen der Saison das Sedivackuv long in der Tschechei. Darauf verwenden wir unser Hauptaugenmerk und unser ganzes Training läuft auf dieses harte Rennen hinaus. Das erste Ziel bei solchen Rennen ist das "Durchfahren" mit allen Hunden, sie gesund wieder ins Ziel zu bringen und über Platzierungen machen wir uns noch gar keine Gedanken. Aber - man fährt nicht auf so ein Rennen und trainiert ein ganzes Jahr darauf um sich dort zu blamieren ... wir haben gute Hunde, trainieren hart und viel - also schauen wir mal ... 2011 waren es über 100 Starter und nur 38 haben es komplett durchgestanden - da war mein 9. Platz gar nicht so schlecht :-) - 2012 ist das Rennen noch härter durch längere Tagesetappen (bis zu 90 Km am Tag) doch wir stehen  besser im Training als 2011 und unsere Rahmenbedingungen haben sich auch verbessert ...

Unsere Junghunde haben erheblich mehr Erfahrungen sammeln können und sind aufgrund des höheren Alters natürlich auch wesentlich belastbarer geworden. Wir können nun Hunde einsetzen, die wir im letzten Rennen noch zu Hause lassen mussten. Die Vorbereitung der Hunde für solche Belastungen beträgt zwischen 2 und 5 Jahren in denen sie kontinuierlich aufgebaut werden müssen.

Zum Rennen:

Charakteristik des Rennens:
Schlittenhunde-Etappenrennen mit einem Pflichtbiwak über den Gebirgskamm des Adlergebirges. Mit internationalem Starterfeld aus der Slowakei, Polen, Deutschland, Osterreich, Schweiz, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Es handelt sich um das längste Rennen der tschechischen Republik und gehört zu den schwersten Rennen in Europa. Schon seit Jahren wird dieses Rennen als Republikmeisterschaft im Longtrail gefahren und im Jahre 2004 war es als Europameisterschaft für MID und LONG ausgeschrieben. Seit dem Jahr 2002 reiht sich Sedivackuv long in die Serie der vier Rennen um den Titel des IRON SLED DOG MAN (zwei dieser Rennen finden in Osterreich statt, das vierte in den Schweizer Alpen).

Sedivackuv long ist organisatorisch sehr gut vorbereitet und auch in den Medien gut vertreten. Das Rennen bietet allen Beteiligten (Hunden, Mushern, Zuschauern, Organisatoren und auch Sponsoren) ein einzigartiges Erlebnis. Das Rennen wird auch über das Radio, Fernsehen und Reportagen in der Presse publiziert. Für Interessenten gibt es von den einzelnen Jahrgängen Videofilme. Sedivackuv long hat auch eine eigene Internetseite auf der Sie alle Informationen rund um das Rennen nachsehen können. www.czechlongtrail.com . Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Informationen zum 16. Jahrgang:
Das klassische 4 Tages Rennen mit einem Pflichtbiwak mit einer Gesamtlänge von 240 km als tschechische Republikmeisterschaft 2012 und um den Titel des IRON SLED DOG MAN 2012. Teil des Rennens ist auch eine Nachtetappe, die erst nachmittags gestartet wird.

Termin:
24.- 28. Januar 2012

Jeden Tag wir eine “KO” Strecke mit kürzerer km Zahl angeboten.

Übernahme der Hunde:
24.01.2012 tierärztliche Übernahme der Hunde mit Chipkontrolle und eventuelle Kontrolle der Reinrassigkeit nach FISTC bis 16:00 Uhr. Teams die nicht rechtzeitig zur Übernahme anwesend sind dürfen nicht starten.

feierliche Eröffnung:
24.01.2012 ab 17:00 Uhr bei der Pension START Jedlova

Unterkunft:
In Eigenregie im Ort Destne.

Biwak:
auf einer Wiese beim Ort Orl Zahory auf tschechischer Seite. Auf dem Biwak ist die Hilfe der Doghandler untersagt. Bei Nichteinhaltung dieser Regel erfolgt die Disqualifikation des Teams. Gegenseitige Musherhilfe ist erlaubt.

Gesamtstreckenlänge:
240 km

Gewicht (Pflicht):
7 kg je Hund, maximal 70 km. (je nach Schneeverhältnissen)

Ausrüstung (Pflicht) im SChlitten:
- Booties- 4 Stuck je Hund
- Hundefutter je Hund 1 kg bei Ankunft im Ziel
- Futterschüsseln
- Ersatzgeschirre 2 Stuck
- Ersatzhalsbänder 2 Stuck
- Komplette Ersatzleinen je nach Gespanngrosse
- Erste Hilfe für mensch und Hund
- Kocher mit Topf (Volumen 1 Liter je Hund im Gespann)
- für alle nichtsibirischen Hunde im Team Hundemantel
- Schlittensack mit Transportmöglichkeit für 1 Hund bei einem Team bis 6 Hunde, Platz für 2 Hunde bei einem Team ab 6 Hunden
- Stake out
- Essen für den Musher 2kg
- komplette Ersatzkleidung für den Musher
- Zelt oder Biwaksack
- Schlafsack, Isomatte
- Orientierungshilfen : Landkarte, Kompass oder GPS
- Reisepass oder Personalausweis
- gute Stirnlampe mit Leuchtdauer min. 5 Stunden + Ersatzbatterien

Kategorien Sedivackuv Long:
LT1, LT2, LTO, Pulka, OPEN (Für Hunde ohne FCI Papiere ohne Unterschied der Teamgrosse) .
Skiering:mit entsprechender Notausrüstung und nur für erfahrene Skifahrer.

Rennablauf:
Tag Datum Uhrzeit Programm km 240
Di 24.01.2012 ab 15:30 Unterhaltungsprogramm für Kinder  
    ab 16.00 tierärztliche Kontrolle der Hunde  
    ab 17:00 Eröffnungszeremonie  
         
Mi 25.01.2012 10:00-12:00 start 65 km
    ab 20:00 Musherabend mit Musik  
         
Do 26.01.2012 10:00-12:00 start 55 km
    ab 15:00 Einlauf Zwischenziel in Orlicke Zahori – Bedrichovka – obligatorische Pflichtpause von 4 Stunden  
    ab 19:00 Start von Bedrichovka 35 km
    ab 21:00 Zieleinläufe (Kristyna)  
         
Fr 27.01.2012 ab 12:00 start 55 km
      Ankunft Biwakplatz in Orl. Zahoří  
         
Sa 28.01.2012 ab 07:00 start vom Biwakplatz 35 km
      Zieleinläufe ab 10:00 (Kristyna)  
         
    ab 15:00 Abschlusszeremonie und Siegerehrung  
Every day possibility to shorten the Trail by “KO” Stage.

Ergebnis:

Wieder mussten viele Teams von der Wertung in die Tour wechseln. Das Rennen ist seinem Ruf als eines der härtesten Rennen Mitteleuropas mehr als gerecht geworden und ich bin Stolz nicht nur gefinisht zu haben sondern auch einen für mich hervorragende 10. Platz in der schnellsten Kategorie erreicht zu haben. Bei über 130 internationalen (Holland, Russland, Frankreich, Ungarn, Deutschland, Österreich, Schweiz...) Startern eine für mich sehr befriedigende Leistung. Wer mehr erfahren möchte, der kann meinen Rennbericht in unserem Tagebuch lesen.


Saison 2010/2011


Trainingskilometer nach Monaten
                           
Name
Wurftag
Juli 2010 August 2010 September 2010 Oktober 2010 November 2010 Dezember 2010 Januar 2011 Februar 2011 März 2011 April 2011 Mai 2011 Juni 2011 Gesamt
Km
Tala
30.09.2006
32 211 168 111 80 194 398 256 228 159 44 37 1918 Km
Akhemo
26.03.2008
72 173 182 111 98 194 398 256 228 159 44 50 1965 Km
Zappa
01.04.2000
67 225 168 111 80 176 382 256 228 159 30 32 1914 Km
Morpheus
15.01.2008
72 219 182 129 98 194 360 256 228 159 44 62 2003 Km
Weeko
12.10.2004
72 225 168 129 98 204 398 256 228 115 11 50 1954 Km
Bono 54 223 147 90 119 134 125 236 171 140 26 30 1495 Km
Triebel
18.07.2007
38 223 172 74 130 109 115 176 146 140 26 30 1379 Km
Chinok
30.09.2006
44 195 161 90 117 134 358 236 186 160 40 37 1758 Km
Tatonka
30.09.2006
44 223 172 90 87 134 358 236 186 140 27 42 1739 Km
Lakota
30.09.2006
55 254 133 87 101 134 315 236 171 140 27 30 1683 Km
Cloud
11.07.2009
44 223 172 90 119 134 315 256 202 159 44 50 1808 Km
Ramirez
01.04.2000
58 217 104 92 69 114 325 256 136 131 30 73 1605 Km
Louis
06.08.2006
58 227 147 68 101 150 374 236 197 155 30 61 1804 Km
Tozzy
26.03.2008
58 227 106 50 Welpen Welpen Welpen 70 150 154 30 Welpen 845 Km
Akeela
26.03.2008
56 241 158 87 101 124 307 236 171 164 27 30 1702 Km
Lulu
24.06.2005
10 35 181 129 98 204 388 236 171 140 26 30 1648 Km
Kimba
15.09.2006
58 213 132 38 30 117 286 246 182 155 47 44 1548 Km
Akasha
26.03.2008
0 0 0 0 0 0 0 0 0 100 37 50 187 Km
Amitola
03.11.2010
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 20 20 Km
Ituma
03.11.2010
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 20 20 Km
Durchschnittlich zu ziehendes Gewicht pro Hund: 31,70 Kg   Stand: 30.06.2011          

Unsere Planung 2010/2011


Für uns das wichtigste Rennen der Saison ist das  Sedivackuv long in der Tschechei. Darauf verwenden wir unser Hauptaugenmerk und unser ganzes Training läuft auf dieses harte Rennen hinaus. Das erste Ziel bei solchen Rennen ist das "Durchfahren" und über Platzierungen machen wir uns noch keine Gedanken. Aber - man fährt nicht auf so ein Rennen und trainiert ein ganzes Jahr darauf um sich dort zu blamieren ... wir haben gute Hunde, trainieren hart und viel - also schauen wir mal ...

Allgemeine Information zu dem Rennen: das Sedivackuv long ist das längste Schlittenhunderennen in der Tschechischen Republik und gehört zu den härtesten und anspruchsvollsten Schlittenhunde-Rennen in Europa. Es ist ein 4-Tages-Etappen-Rennen in den Orlicke Bergen mit Biwak (schlafen draußen im Schnee) und Nachtfahrt. Jedes Jahr nehmen Musher aus Belgien, Tschechei, Dänemark. Frankreich, Holland, Deutschland, Österreich, Slowenien und der Schweiz an diesem Rennen teil. Das Starterfeld für diesen Longtrail ist also genauso anspruchsvoll wie der Trail selbst. Das Rennen ist gleichzeitig als Tschechische Meisterschaft im Longtrail ausgeschrieben und war 2004 gleichzeitig als Europian championship in LONG and MD anerkannt. Seit 2002 ist das Sedivackuv long ein wesentlicher Bestandteil der drei extremen Schlittenhunderennen zum Titel des IRON SLED DOG MAN. Teilnehmer aus dem letzten Jahr haben mir berichtet, dass auf 130 Km Schneesturm wie in Alaska geherrscht hat und Trailmarkierungen nicht mehr zu erkennen waren und du deinen Leithunden gut vertrauen musstest. Dabei sind noch insgesamt ca. 9800 Höhenmeter zu überwinden ...

Das Sedivackuv Long bietet allen Teilnehmern an diesem Rennen - Hunde, Musher, Offizielle, Organisatoren und Sponsoren  - absolut außergewöhnliche und extreme Erfahrungen. Für alle die nicht am Rennen teilnehmen oder dabei sein können stehen ständig aktuelle Informationen auf der Internetseite  www.czechlongtrail.com zur Verfügung. Dazu gehören laufende Berichte und Bilder vom Rennen, Radio und Fernsehberichte zum Download und Presseberichte und wie jedes Jahr ein Film über das ganze Rennen. 

Total race distance is 222 km in 4 Tagen dabei sind insgesamt ca. 9800 Höhemeter zu überwinden!

Das Rennen findet in Destne v Orlickych Horach (Tschechei) vom 26. - 29.01.2011 statt
 

Vorbereitende Maßnahmen zu dem Rennen:

Heute habe ich schon mal bei unserem Veterinäramt angerufen und mich wegen den geänderten Einreisbestimmung informiert. Die EU hat sich ja mal wieder mit Ruhm bekleckert und sich mit einer neue Bestimmung für das Reisen mit mehr als 5 Hunden ausgetobt. Das Veterinäramt macht sich jetzt auch schlau, denn das erforderliche Formular zur Weitergabe über das internationale System ist noch gar nicht vorhanden. Die ganze Aktion kostet etwa 15 Euro und ist wieder mal ein Glanzstück unserer europäischen Verwaltung. Wer zu internationalen Rennen ins Ausland  fahren will, sollte sich da frühestmöglich schlau machen.

Ausrüstung:

  • Longtrailschlitten Weschle Ultra mit Kettenbremse, Bremsmatte, 2 Schneeanker, 1 Schneeanker für die Leithundefixierung beim Halt, durchdachter Schlittensack in dem Ausrüstungsteile gut getrennt und leicht auffindbar transportiert werden können, Schleppleine (zum Starten und Schlitten unterwegs fixieren)

  • Wärmeschutzmäntel für die Regenerationszeit der Hunde nach den langen Etappen

  • gut sitzende Geschirre (auch Ersatzgeschirre)

  • pro Hund 2 paar Booties (falls sie doch benötigt werden)

  • komplette Ersatzzugleine, Karabiner

  • Für das Biwak Hochleistungskocher, Biwacksack, Polarschlafsack

  • Stirnlampe mit mindesten 5 Stunden Leuchtzeit und zwei Ersatzakkus

  • gute Fleece-Finger-Handschuhe und Fausthandschuhe zum drüberziehen

  • guter Fleischwolf für die Zubereitung der Hunde-Snacks (eigenes Rezept)

  • wird noch weiter ergänzt

Ergebnis:

90 Starter haben sich zu dem sehr anspruchsvollen Rennen angemeldet. Die Ausfallrate war vom ersten Tag an sehr hoch und es haben nur ca. 50 % der Starter gefinnischt (sind das Rennen komplett durchgefahren). Mein Ziel war es in erster Linie das Rennen durchzufahren - was ich nicht nur geschafft habe, sondern es ist sogar ein 9. Platz geworden und ich bin sehr stolz auf meine Hunde. Da sich die EU-Bestimmung hinsichtlich der Hundeanzahl doch noch etwas gelockert haben, haben wir kurzfristig beschlossen weitere 5 Hunde mit zu nehmen und diese in der Tourenklasse mit Patrick Durand starten zu lassen. Diese 5 Hunde sind mal gerade 23 Kilometer weniger als das Rennteam gelaufen und haben mit 190 Kilometer eine sehr gute Leistung erbracht. Zu Hause geblieben sind lediglich unsere beiden Hounds und Tozzy, die Ihre Welpen zu versorgen hatte.

weitere Informationen und Bilder können aus dem Rennbericht (<<siehehier>>) entnommen werden ... oder direkt unter www.czechlongtrail.com und http://www.czechlongtrail.com/2010/content-cz/zavodnici.php


Dann wollen wir noch vor dem Jahreswechsel von 2010 zwei Sprintrennen bestreiten:

Diese Rennen dienen dazu unsere Hunde wie jedes Jahr an die Rennatmosphäre zu gewöhnen bzw. die Gewöhnung zu erhalten. Zuschauer, Lautsprecheransagen, Stake-Out-Platz mit vielen anderen Hunden, Aufregung, Transport im Hänger, Stresssituationen, Startzeremonie ... das alles ist für Hunde ein außergewöhnliches Spektakel und  nur Hunde, die es gewöhnt sind, können damit cool und gelassen umgehen. Auch das ist im Longtrail sehr wichtig ...

 


 

 

das 15. Internationale Schlittenhundewagenrennen in Oberndorf (bei Rothenburg/Tauber) am 29.10.2010 - 31.10.2010

Allgemeine Information zu dem Rennen: Oberndorf ist ein Sprintrennen über 7,5 Km und wir fahren dieses aus Tradition. Das gehört für uns einfach zum festen Bestandteil unserer Rennaktivitäten. Es ist für alle (Teilnehmer und Zuschauer) optimal organisiert und dieses Rennen hat auch einen gewissen Stellenwert bei Mushern. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Ihr unter http://www.sleddogfriends.de/index2.htm

Ergebnis:

Das Rennen war mit 90 Startern aus Deutschland und Österreich und vielen namhaften Mushern sehr gut besetzt und alle konnten eine gute Standortbestimmung für Ihre Hunde mitnehmen. Das Wetter war für die Zuschauer hervorragend doch für die Hunde eher schlecht. Die Sonne kam heraus und es wurde leider im Laufe des Tages sehr warm. Die Strecke wurde aus diesem Grund dann auch verkürzt und das Rennen konnte gut zu ende gefahren werden. Ich bin bin in der Klasse A NR (8 Hunde) zweimal mit verschiedenen Teams angetreten und konnte in meiner Klasse den 1. und den 3. Platz belegen. Was für mich und meine Hunde eine sehr gutes Ergebnis ist. Denn wir befinden uns zum Einen schon in den Vorbereitungen für das Longtrailrennen und dann sind im zweiten Team unsere 11 jährigen (einer davon sogar im Lead) mit gelaufen. Auf deren 3. Platz bin ich besonders stolz. Auf diesem Rennen habe ich auch wieder gesehen, das unser Training greift und unser Hundetyp sich auf Sprintrennen keineswegs zu verstecken braucht.


dann nehmen wir an der Deutschen Meisterschaft off Snow in Reisenbach/Neckar Odenwald vom 27.11.2010 - 28.11.2010 teil.

Allgemeine Information zu dem Rennen: Auf diesem Rennen wird der Titel des Deutschen Meisters off snow ausgefahren. Das Sprintrennen geht in meiner Klasse über eine Distance von 11 Km auf einem anspruchsvollen und bergigen Trail. Ich kenne diese wunderschöne Strecke durch den Odenwald aus dem letzten Jahr von der Baden Württembergischen Meisterschaft und will dieses Jahr noch die Deutsche Meisterschaft off snow  mitnehmen, bevor es dann endgültig auf die Langdistanz geht.

Ergebnis:

sie ist vorbei - die deutsche Meisterschaft off snow in Reisenbach und verlief total verrückt für mich. Zuerst das Wetter ... off snow hieß es :-) ... Nach der Anreise am Freitag habe ich mein Zelt bei Schneefall aufgebaut und im Odenwald lag davon auch schon reichlich :-) - ich habe schon Schneerennen mit weniger Schnee gesehen ... die Temperaturen waren optimal und lagen bei bis zu -3 Grad. Ich dachte mir egal - das kennst Du von zu Hause, da fährst du auch öfters bei 10 cm Schnee (zu wenig für den Schlitten) mit dem Trainingswagen und es wird gefahren was an Strecke  da ist. Ich hatte nur Mitleid mit den Organisatoren die nun die Strecke und Zufahrtswege "schnee- und eisfrei" machen mussten - was für eine verrückte Welt - Bei der Musherbesprechung wies der Rennleiter - Arno Steichler - noch einmal extra darauf hin mit Verstand zu fahren und gab die Strecke für alle Kategorien frei. Die Organisatoren hatten viel zu tun und sie hatten alles im Griff. An den kritischen Stellen standen für die Velo-Fahrer extra Helfer und die Strecke war gut befahrbar - eine Meisterleistung - wie ich finde und bedanke mich hiermit bei allen Helfern die da aktiv waren. Auch der Musherabend war wieder ein tolles Erlebnis mit Essen bis zum abwinken bis hin zu den Sambatänzerinen, die den Saal zum Kochen brachten :-) - außer dem hohen sportlichen Niveau stimmte also auch alles andere ...

Doch nun zu meinen Problemchen in dem Rennen :-) - bei der obligatorischen Überprüfung der Ausrüstung am Morgen stelle ich einen Platten fest - wird repariert - habe ja genug Zeit. Meine Startzeit 14:20 Uhr lässt mir genug Raum für solche Kleinigkeiten. 14:00 Uhr kontrolliere ich meine Bremsen (eigentlich aus Langeweile)  und stelle fest: kein Bremsdruck mehr! Also Bremsen entlüften - es sind ja noch 20 Minuten für - Bremsen reparieren, Hunde anziehen - einspannen und zum Start vorfahren - das reicht locker - also bleib ruhig. Ich stehe pünktlich am Start und denke mir - jetzt kann es los gehen - die erste Kurve etwas anbremsen, weil der Wechsel auf den anderen Weg glatt ist - das sind knappe 200 Meter bis dahin und dann geht es weiter ... Meine Hunde sind total motiviert - es war kalt und Schnee war auch da ... als mein "Ok" kam, ging sie ab die Luzi - die Hunde sind so schnell losgelaufen, dass meine Vorderachse in die Luft flog, die Zuschauer waren alle voller Matsch und ich schoss auf die erste Kurve zu ... leicht anbremsen und rum gehts ... ich ziehe die Bremse und ... wieder kein Bremsdruck mehr - na toll - die Kurve habe ich wie ein Rallyefahrer quer triftend in vollem Lauf genommen ... ohne Bremsen mit 8 aufs Laufen wilde, kräftige und austrainierte Hunde - die komplette Strecke vor mir ... ich habe Blut und Wasser geschwitzt, meine Beine taten mir vom Bremsen mit der Kralle weh - aber ich habe es ohne Sturz überstanden und kam gut im Ziel an. Ich konnte die Hunde nicht so laufen lassen und dementsprechend war meine Zeit. Ich landete im hinteren Mittelfeld - aber egal ich habe die Fahrt gut überstanden :-) - am Sonntag habe ich mir einen 45 Kg Trainingswagen geliehen bei dem die Bremsen gingen. Gut er war 40 Kg leichter als meiner, aber es wird schon gehen - dachte ich mir -

Schon der Weg zum Start war irre - der leichte Wagen konnte die Hunde nicht halten - aber wieder egal - ich komme pünktlich zum Start - "OK" und los geht es - diesmal habe ich ja Bremsen, also alles im Lot - dachte ich zumindest ... der leichte Wagen war für meine an schwere Lasten gewöhnte Hunde überhaupt keine Bremse und ich fuhr die erste Kurve komplett auf den Hinterrädern an - meine Freunde haben mir erzählt, das sogar der Sprecher am Start wortlos abgewartet hat, ob ich um die Kurve komme und danach sagte er: "OK - so etwas sieht man wirklich nicht alle Tage ...". Bei jedem Hügel  flog der Wagen mehr als er fuhr und ich schoss irre über den Weg. Auf der langen Abfahrt habe ich die Bremse voll gezogen - sie ging - doch die Hunde waren davon völlig unbeeindruckt und liefen wie ungebremst den holprigen mit Schnee bedeckten Waldweg im gestreckten Galopp hinunter - ich hatte alle Hände voll zu tun drauf stehen zu bleiben - ... die Zielanfahrt - eine 90Grad-Kurve und du bist durch ... dachte ich zumindest ... die Kurve, sauber genommen und es ging mit ca. 35 Km/h Richtung Ziel ... ca. 150 m vor dem Ziel ein großer Schlamm-Schnee-Haufen ... den habe ich mit dem rechten Vorderrad getroffen - der leichte Wagen hebt ab, ich verliere die Trittbretter und in einer eleganten Drehung überschlägt sich der Wagen um seine Längsachse drehend  - mit mir mehr oder weniger drauf - alles schlägt im Matsch auf - meine Hunde bleiben auf Kommando abrupt stehen (dafür danke ich ihnen heute noch) - ich hoch auf die Beine den Wagen wieder hingestellt und weiter ging es durchs Ziel ... mit einer trotz Sturz sensationellen Zeit und so konnte ich mich um drei Plätze nach vorn auf den 13. Rang vorschieben.

Ich denke nun an die Musher die immer mit solchen leichten Wagen fahren ... nun - für mich ist das auf Dauer nichts - mit meinen 54 Jahren muss ich mir den Hals nicht brechen - jetzt weiß ich auch warum die immer so schnell sind :-) - Die Verbände sollten sich da echt mal ernsthafte Gedanken über die "Mindestanforderungen" von Trainingswagen machen ...

Für meine schwer arbeitenden Langstreckenhunde bin ich hoch zufrieden, zumal ich im 2. lauf auch einige Größen geschlagen habe. Wenn ich schon im ersten Lauf mit dem leichten Wagen gefahren wäre - wer weiß wo ich dann gelandet wäre :-) - das meine Hunde dann noch 50 Km weiter gelaufen wären, interessiert auf Sprintrennen keinen - aber das wußte ich vorher.

Bei 132 Startern in dem hochklassigen Feld (Weltmeister, Europameister, Alpirodgewinner ...) - es war eine würdige deutsche Meisterschaft - ist ein 13. Platz in der Gesamtwertung und in der Special scoring A1 (nr) den 6. Platz für meine Langstreckenhunde ein tolles Ergebnis ... Meine beiden Hunde Chinok und Tatonka verstärkten noch ein Gespann von einem Freund und der ist in seiner Klasse ebenfalls im vorderen Mittelfeld der Gesamtwertung mit gefahren ...

Ach ja verrücktes Rennen ... habe ich schon erwähnt dass außer den Bremsen von meinem Trainingswagen noch die Liege im Zelt zusammengebrochen ist, ein paar Handschuhe, 2 Geschirre, ein Segment von der Zugleine und zum Schluss noch der Reisverschluss von meiner Hose drauf gegangen sind :-)

Es kann immer etwas kaputt gehen - aber dieses mal war es einfach nur verrückt ...


Aus Zeitmangel wegen der umfangreichen Vorbereitung auf das Longtrailrennen in der Tschechei verzichten wir dieses Jahr auf den Start an der Mittel-Deutschen Meisterschaft.

Diese Seite wird noch weiter ergänzt ... vor allem wenn die Ergebnisse vorliegen


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Wir sind beide seit 2006 Inhaber des Diploms "Better-Mushing I" vom VDSV
Stand: 27. Dezember 2014