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01.07.2006


So vielfältig sind die Wunder der Schöpfung, dass diese Schönheit niemals enden wird - Die Schöpfung ist hier - Sie ist genau jetzt in Dir, ist es schon immer gewesen - Die Welt ist ein Wunder, Die Welt ist Magie, Die Welt ist Liebe - und sie ist hier - jetzt ... (Gayle High Pine)


Wir hoffen das diese Seite, die Seite mit den wenigsten Einträgen bleibt. Doch es gehört leider dazu. Unsere Hunde bleiben bei uns bis Sie sterben - wir geben Sie nicht ab, um unnütze Fresser los zu werden, wenn sie dann nicht mehr eingespannt werden können. Sie haben uns mit Eifer, Lust und Freude so viele Kilometer gezogen, alles mit uns geteilt, waren uns immer treu, haben uns nie verraten, in Eis und Schnee haben wir uns gegenseitig unser Leben anvertraut ... da haben Sie sich ein schönes Rentnerleben mehr als verdient ... auch die Hunde, die wir aus dem Tierschutz vermitteln behalten wir im Auge und verfolgen Ihr Leben ...

Doch auch das längste Hundeleben geht leider einmal vorbei - wir werden keinen einzigen vergessen und in unseren Herzen leben Sie ewig weiter und

Wir trauern um

Chuko

geboren 21.11.1993 in Oberleixxxxxxxxxx

gestorben 14.10.2010 20:25 in Altmannshausen

Chuko: kam im Alter von 9 Wochen als Welpe uns. Da war eine "Züchterin" aus einem recht komischen "Zuchtverband" (den es heute leider auch noch gibt) die eine Hündin hatte und nun glaubte alles zu wissen. Es kam ein Wurf nach dem anderen und die Welpen wurden auf dem Balkon in einem schicken sterilen Wohnhaus groß gezogen. Ich weiß es noch ganz genau - so als wäre es gestern - was für einen Mist die Frau mir alles erzählt hat. Als ich das alles sehr in Frage stellte, kam dann der Hammer. Sie hat Ihren "Zuchtwart" angerufen und der hat auf alle Geschichten von Ihr noch einen drauf gelegt. Da ging es unter anderem um die Gültigkeit der Papiere, Zuchtkriterien und die besonders liebevolle Aufzucht. Gleichzeitig war Chuko der letzte aus dem Wurf und den wollte Sie eigentlich erschlagen, weil er ein Wooly (sie wußte nicht einmal genau was das ist) war und sie sich Ihren "guten Züchternamen" nicht versauen wollte. Das ist allerdings ein gar nicht so selten auftretender Gendefekt der sich im Fellaufbau äußert. Nur die Gier nach dem Verkaufspreis hatte sie wohl bis dahin abgehalten ihr Vorhaben umzusetzen. Selbst Ihre verminderten Preisvorstellungen waren jenseits von Gut und Böse. Cuko hatte aber einen unheimlichen Charme und ich wollte ihn unbedingt von dort weg haben. Ich konnte damals nicht abschätzen was für ein toller Hund er werden und wie er mein Leben bereichern sollte. Nach recht zähen Preisverhandlungen und einigen deutlichen Worten von mir :-) kam Chuko dann als Wollknäuel mit 4 Füssen zu uns. Er war immer ein stolzer, sehr selbstbewusster und anhänglicher Hund. Der immer wusste was er wollte und dies auch sehr eindringlich einforderte. Er hat sich sofort seinen Platz im Hundeverband gesucht und wurde immer respektiert ohne das er sich körperlich durchsetzen musste. Es war einfach seine besondere Art, die auch von den anderen Hunden anerkannt worden ist. Chuko hasste Veränderungen, wenn er in einen anderen Zwinger umgesetzt worden ist, dann hat er sich eindringlich beschwert und es dauerte eine ganze Weile bis er es akzeptierte. Er hing unheimlich an mir und lief auch immer bei mir im Gespann. Wenn Christiane ihn mal eingespannt hatte, war das am Anfang eine echte Katastrophe, denn er drehte sich immer nach mir um und wollte bei mir laufen. Dies hat sich erst nach langer Zeit gegeben ... Chuko - eben - er brauchte immer Zeit um sich an Veränderungen zu gewöhnen ...

Chuko habe ich mit ca. 7 Monaten auf einem Hundetreffen das erste Mal zum antrainieren angespannt. Mit wollte er schon lange - er stand wie eine Eins und konnte es gar nicht abwarten bis es endlich los ging. Der Start und los ging es - in der ersten Kurve hat der völlig übermotivierte Chuko vor lauter laufen wollen die Kurve verpasst und das Gespann holte ihn komplett von den Füssen. Er war so überrascht als es ihn umgehauen hat, dass er mich zunächst als den Schuldigen vorwurfsvoll angesehen hat. So nach dem Motto. Du hättest mir auch sagen können, dass es hier links abgeht. Dann sprang er auf und ist von dem Moment an immer als einer meiner zuverlässigsten Hunde gelaufen. Ihn zu Hause lassen war gar nicht möglich. Vor lauter "vergiss mich nicht" hat mir Chuko im Schwarzwald beim "Bergtraining" einmal ein 4mm Stahlseil am Halsband in der Mitte abgerissen und stand schwanzwedelnd an seinem Platz an der Zugleine. Chuko eben ...

Er hatte mal eine eine Salmonellenvergiftung und war stationär beim Tierarzt. Es hatte eine Weile gedauert bis die richtige Diagnose gefunden war und so musste Chuko fast eine Woche stationär bleiben. Solange es ihm schlecht ging hat er ständig "nur" die Infusionsflaschen samt Schlauch aufgefressen, weil er sich aus lauter Frust nicht anders zu helfen wusste und so meinen Tierarzt gut beschäftigt. Aber kaum ging es ihm besser hat er sich zusätzlich immer lauter in der Tierarztpraxis bemerkbar gemacht. Er war nur still, wenn die Tierarzthelferin mit ihm Gassi war oder ich zu Besuch dort war. Ansonsten hat er die ganze Sprechstunde zusammengeschrieen und hat in der Nacht die ganze Tierarztfamilie (die wohnt über der Praxis) auf Trab gehalten. Er wollte wieder nach Hause und hat dies auch deutlich gezeigt. Ich glaube mein Tierarzt ist vor Dankbarkeit und Glück auf die Knie gefallen als ich ihn wieder abholte - und Chuko war wieder hyperglücklich. So schnell war ich noch nie aus der Praxis und am Auto ... Chuko war nicht zu halten und zerrte mich zum Auto. Zu Hause alle Hunde begrüßt und überglücklich schlafen gelegt ... kein Laut war von ihm mehr zu hören ...

Chuko war der Letzte Hund aus meiner ersten Garde Schlittenhunde, er war überall dabei. War mehrmals in Finnland - ist in der Schweiz, Tschechei, Österreich und Deutschland unzählige Rennen und Touren gelaufen. War außer dieser einen Geschichte niemals Krank oder hatte keine Lust zu Laufen. Chukos Platz war Team-Links und im Schnee hatte er immer viel Spaß daran, sich vor einer Schneewehe auf die Seite zu werfen und sich so auf der Seite liegend durch die Schneewehe ziehen zu lassen. Dann ist er geschickt im vollen Lauf wieder auf die Füße gesprungen und ist weiter gelaufen. Als er das zum ersten Mal gemacht hat, dachte ich er wäre kolabiert. - Aufgrund seines Aussehens war Chuko der "Frauenliebling" bei allen unseren Gästen und er wusste dies auch. Er hat das so geschickt ausgenützt, dass er die meisten Streicheleinheiten von allen Gästen abbekommen hat. Ständig war eine Frau bei ihm und hat ihn betütelt. Er sah eine Frau und schon warf er sich seine "Komm rein und streichel mich Pose" - ein unglaubliches Schauspiel :-) - In Finnland hätte ich ihn einmal beinahe verloren. Da ist Chuko auf einem zugefrorenen Fluss in ein Eisloch gefallen. Da fließt das Wasser ziemlich schnell unter dem Eis (wer da reinfällt ist eigentlich für immer weg) und auf einmal war er weg und ein paar Sekunden später klitschnass wieder da. Die anderen Hunde hatten ihn Gott sei Dank am Halsband wieder aus dem Loch gezogen. Ich glaube - ich habe ihn eine halbe Stunde gestreichelt und war glücklich ihn wieder zu haben.

Ich könnte über Chuko noch tausend Geschichten schreiben ... wir haben zusammen irre viel erlebt und waren an so vielen Orten. Von der einsamen Wildnis unter Wölfen bis hin zu den turbulentesten Rennen - Chuko war überall dabei. Ich werde ihn nie vergessen ...

Er hatte ein langes erfülltes Leben und doch war es für mich viel zu kurz ... auch wenn man viele Hunde hat und schon so viele über die Regenbogenbrücke hat gehen lassen müssen ... es ist und bleibt jedes Mal ein verdammt schwerer Gang ...

Ich bin froh auch ihm in der letzten Stunde zur Seite stehen zu dürfen und er ist in meinen Armen eingeschlafen. Nun ist er mit seinen alten Kumpels wieder vereint und läuft mit Sicherheit an seiner alten Position im Regenbogenland lange schöne Trails ... Der einzige Trost, der bleibt - er hatte ein langes und erfülltes Leben ...

Chuko immer stolz, freundlich und ein echter nordischer Hund - Du warst ein toller Hund und wir vergessen Dich nie und in unseren Herzen lebst Du immer weiter ...


Miquel

geboren 24.02.1995 in Frauental bei Creglingen

gestorben 23.08.2010 20:15 in Altmannshausen

Miquel: kam zusammen mit seiner Schwester Poona im Alter von 10 Jahren 2005 zu uns. Eine gute Freundin hörte mit dem Schlittenhundesport auf und wollte Ihre Hunde gut unterbringen. Als sie uns fragte, sagten wir - trotz des relativ hohen Alters - sofort zu und beide haben sich gleich in unser Herz geschlichen und sie waren von der "Rente" noch weit entfernt und wollten auch arbeiten. Sie liefen als zuverlässige Wheeler neben einander im Gespann meiner Frau und arbeiteten beide sehr hart. Sie liefen noch sehr viele Ausfahrten und Touren und wollten immer mit. Je härter der Trail, je steiler der Berg, je tiefer der Schnee oder der Matsch und je schlechter das Wetter, um so mehr haben sie gearbeitet und fühlten sich in Ihrem Element. Miquel kommt aus einer guten Zuchtlinie (Shaktolik) und das merkte man auch. Im Zwinger waren Miquel und Poona wie ein altes Ehepaar und er passte sehr auf seine Schwester auf - kein anderer Rüde durfte sich Ihr nähern :-). Als Poona gestorben ist, dachten wir uns schon, dass er ihr bald über die Regenbogenbrücke folgen würde. Er hat sie sehr vermisst und es hat eine ganze Weile gedauert bis er sich wieder zurecht gefunden hat. Daran hatte unsere Tozzy einen sehr großen Anteil. Sie hat ihn immer getröstet, sich zu ihm gelegt und immer wieder zum Spielen aufgefordert, obwohl er nie so der große "Rumtoller" war ...

Miquel war, was andere Hunde anging, immer irgendwie ein Einzelgänger und hielt sich lieber an seine Schwester. Mit Ihr verstand er sich blind und "duldete" keine anderen Rüden in Ihrer Nähe. Da war es ihm egal wie groß oder wie viele es waren, sie hat er immer mit seinem Leben verteidigt. Was die Haltung nicht immer gerade einfach machte. Uns gegenüber war er freundlich und sehr aufgeschlossen, Fremde hat er lieber ignoriert und ist ihnen aus dem Weg gegangen. Auch wenn er nie der Schmusehund war, hatte er Charme und wickelte uns um den Finger. Wenn es nicht gerade um seine Schwester ging, gehörte er zu der Sorte Hunde die unauffällig sind und eben problemlos da sind. In unserem vorletzten Finnlandurlaub merkten wir dann, dass seine Zeit als Schlittenhund vorbei war und er nicht mehr so viel laufen wollte. Er bekam dann noch Arthrose in den Zehen, was seine Karriere als Schlittenhund auch endgültig beendete. Miquel hatte noch eine Eigenschaft, die er nie - selbst im hohen Alter - aufgegeben hatte. Er schlief immer im Freien und war so gut wie nie in einer Hütte zu finden. Dabei war es ihm egal, ob es -40 Grad, Eis und Schnee, Regen ohne Ende gab oder im Sommer +30 Grad waren. Am liebsten vor der Hütte, in der seine Schwester war. Nach deren Tod hatte er keinen festen Platz mehr und schlief immer zurück gezogen irgendwo auf dem Boden. Legendär ist auch sein Stolz. Er ließ sich nie etwas von jüngeren sagen und bewahrte sein "Rückrat" auch gegen Stärkere. Diesen Stolz hatte er bis in den Tod. Auf seinem "Altenteil" fühlte er sich - bis zum Tod seiner Schwester - sehr wohl und genoss noch jeden Tag seines Lebens. Danach hatten wir sehr oft den Eindruck, dass er nur noch auf den Tod wartete, sein Stolz wurde immer ausgeprägter (manche sagen auch Alterstarrsinn dazu)  und baute körperlich sehr ab. Heute Nacht hat ihn dann der Lebenswille endgültig verlassen. Ich schaue jeden Abend noch nach den Hunden und habe ihn sofort bemerkt und ihn mit ins Haus genommen. gegen Morgen um 05:00 Uhr hat er losgelassen und ist für immer eingeschlafen nicht ohne sich mit den Augen von mir zu verabschieden und ich habe ihn noch gestreichelt bis er aufhörte zu atmen und zu seiner Schwester ging ... auch wenn man viele Hunde hat und schon so viele über die Regenbogenbrücke hat gehen lassen müssen ... es ist und bleibt jedes Mal ein schwerer Gang ...

Doch ich bin froh in dieser Stunde bei Ihm gewesen sein zu dürfen und nun ist er wieder mit seiner geliebten Schwester vereint ... Der einzige Trost, der bleibt - er hatte ein langes und erfülltes Leben ...

Miquel immer stolz, freundlich und ein echter nordischer Hund - Du warst ein toller Hund und wir vergessen Dich nie und in unseren Herzen lebst Du immer weiter ...


Poona

geboren 24.02.1995 in Frauental bei Creglingen

gestorben 15.03.2010 20:15 in Altmannshausen

Poona: kam zusammen mit Ihrem Bruder Miquel im Alter von 10 Jahren 2005 zu uns. Eine gute Freundin hörte mit dem Schlittenhundesport auf und wollte Ihre Hunde gut unterbringen. Als sie uns fragte, sagten wir - trotz des relativ hohen Alters - sofort zu. Beide haben sich sofort in unser Herz geschlichen und wollten auch noch arbeiten. Sie liefen als zuverlässige Wheeler neben einander im Gespann meiner Frau und arbeiteten beide sehr hart. Sie liefen noch sehr viele Ausfahrten und Touren und wollten immer mit. Je härter der Trail, je steiler der Berg, je tiefer der Schnee oder der Matsch und je schlechter das Wetter, um so mehr haben sie gearbeitet. Poona kommt aus einer guten Zuchtlinie Shaktolik und das merkte man auch. Im Zwinger passte Miquel aber sehr auf seine Schwester auf und kein Rüde durfte sich Ihr nähern :-). Die beiden waren wie ein altes Ehepaar ...

Poona war, was andere Hunde anging, aber immer irgendwie eine Einzelgängerin und hielt sich aus allem raus. Mit Ihrem Bruder verstand sie sich blind und "duldete" die anderen Hunde in Ihrer Nähe. Fremden Menschen gegenüber war sie sehr zurückhaltend und lies sich nicht anfassen. Sie ging dann lieber ... Uns gegenüber war sie allerdings sehr aufgeschlossen. Auch wenn es nie die Schmusehündin war, hatte sie Charme und wickelte uns um den Finger. Sie gehörte zu der Sorte Hunde die unauffällig sind und eben problemlos da sind. In unserem vorletzten Finnlandurlaub merkten wir dann, dass Ihre Zeit als Schlittenhund vorbei war und sie nicht mehr so viel laufen wollte. Auf Ihrem "Altenteil" fühlte sie sich sehr wohl und genoss noch jeden Tag Ihres Lebens. Sie lebte mit Ihrem Bruder bis zum letzten Tag stolz und war immer glücklich. Dann baute sie - wie alle nordischen Hunde - innerhalb kürzester Zeit ab. Sie wartete bis ich nach dem Füttern der anderen Hunde erneut bei Ihr war, stupste noch einmal Ihren Bruder an, legte sich auf meinen Schoß und schaute mich Ihren braunen Augen an und verabschiedete sich. Während sie mir in die Augen schaute wurde Ihr Atem immer langsamer und dann hörte sie auf zu atmen ... auch wenn man viele Hunde hat und schon so viele über die Regenbogenbrücke hat gehen lassen müssen ... es ist und bleibt jedes Mal ein schwerer Gang ...

Doch ich bin froh in dieser Stunde bei Ihr gewesen sein zu dürfen und nun haben wir Angst, dass Ihr Bruder Miquel ihr bald folgen wird ... er schaute mir hinterher, als ich sie raus getragen habe und ich sah die Trauer in seinen Augen ...

Poona immer stolz, freundlich und gelassen - Du warst ein toller Hund und wir vergessen Dich nie und in unseren Herzen lebst Du immer weiter ...


Inuk

geboren 17.11.1992 in Ochsenfurt

gestorben 04.07.2009 in Altmannshausen

Inuk: zu dem Zeitpunkt wollte ich gar keinen Hund mehr, denn meine Lebensumstände waren - freundlich ausgedrückt :-:) - schwierig. Doch eine gute Bekannte war hartnäckig und so folgte ich dem Ruf "... komm wir gehen mal ein paar Welpen anschauen ...".

Ich setzte mich an den Tisch und versuchte die kleinen Racker einfach zu ignorieren. So komme ich nicht in Gefahr, dachte ich. Doch dann hüpfte mir so ein schwarz-weißes Bündel auf den Schoß und ich wurde ihn einfach nicht wieder los ... Inuk hat mich ausgesucht und sich in den Kopf gesetzt : "mit dem gehe ich jetzt mit - Punkt!" - was er dann auch geschafft hat - wer mich kennt weiß wie gefährdet ich für solche Hunde bin :-)

Ich hatte nie wieder so einen anhänglichen Hund. Inuk konnte ich nirgends zurück lassen. Er wollte immer nur bei mir sein, er kletterte über jeden Zwingerzaun (was sich dann auch noch der eine oder andere meiner Hunde sich abschaute), machte jede Tür auf und stand dann hinter mir. Da war ein sehr starkes Band zwischen uns Beiden. Er entwickelte sich immer mehr zum Leithund - und zu was für EINEM - mit ihm konnte ich im zickzack durch den Wald fahren, er brauchte überhaupt keine Orientierungshilfe wie Wege oder dergleichen, wenn ich nicht mehr wusste wo ich war - er brachte mich auf Kommando immer wieder nach Hause (egal ob in Finnland, Lappland, Österreich, Schweiz oder Deutschland). Inuk hatte so viele herausragende Eigenschaften, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll und ich müsste mehrere DIN A4-Seiten vollschreiben. Zum Beispiel: in Finnland hat mir ein Finne eine wahnsinns hohe Geldsumme für Ihn geboten, weil er noch nie so einen Leithund gesehen hat. Wir fuhren da auf dem zugefrorenen Meer mit unseren Hunden und Inuk ist ohne jeden Anhaltspunkt oder Weg wie an der Schnurr aufgezogen kerzengerade den Trail abgelaufen und ließ sich so exakt durch Kommandos lenken - dass der Finne hin und weg war. Aber ich habe ihn nicht her gegeben :-) - auf meinen Touren im Norden führte er mich durch WHITE-OUTS und Schneestürme, er führte das Gespann um Overflows (die ich nicht kommen sah), er motivierte das Gespann im Tiefschnee, wenn der Weg sehr schwer wahr und arbeitete immer doppelt so viel wie alle anderen - er war ein Ausnahmehund wie man ihn als Musher nur einmal im Leben bekommt (wenn überhaupt) ... Die ersten Bilder zeigen Ihn auch als Leithund im Einsatz. Er hat dann den Alamo ausgebildet und wurde so auch der "Vater" meiner "funktionierenden" Kommandoleader ... auch die Aufgabe des Lehrleaders nahm er sehr ernst, was seine "Auszubildenden" schnell merkten :-) ...

Leider hatte er einen sehr unglücklichen Unfall mit einem anderen Hund, bei dem seine Wirbelsäule überdehnt wurde. Er hatte dann Koordinationsschwierigkeiten mit seinen Hinterbeinen. Doch Inuk war schon immer ein Kämpfer - er rappelt sich hoch und hielt sich bis zu seinem Tod tapfer ... stets bemüht, trotz seines Handicaps, seine Würde zu behalten. Er lebte über fünf Jahre mit seinem Handicap und hat niemals seinen Kampfgeist für das Leben verloren. Doch auch das längste Hundeleben geht einmal vorbei und als er gar nicht mehr aufstehen konnte war ich gezwungen eine Entscheidung zu treffen - eine sehr schwere Entscheidung - ... er schlief auf meinem Schoß in meinen Armen friedlich ein.

Und nun wird er nicht nur von uns Menschen vermisst - auch Flaff, sein großer Freund, trauert so sehr um ihn, dass wir uns da schon Sorgen machen ...

Inuk immer stolz, freundlich und gelassen - Du warst ein toller Hund und wir vergessen Dich nie und in unseren Herzen lebst Du immer weiter ...


Nikita

geboren 05.05.2006 in Altmannshausen

gestorben 29.01.2009 in Altmannshausen

 

Nikita: sein Leben verlief von Anfang an irgendwie quer ... seine Mutter Kenai war in schlechten Händen und wurde mit 11 Monaten bei der ersten Läufigkeit aus Unwissenheit des Besitzers gedeckt. Schon im Mutterleib musste er erfahren wie brutal Menschen sein können, denn seine Mutter wurde auch während der Trächtigkeit immer wieder geschlagen bis wir sie endlich aus dieser Lage befreien konnten. Er kam bei uns dann trotz der ganzen Widrigkeiten als gesunder Welpe auf die Welt und hatte eine wunderschöne Welpenzeit. Mit 12 Wochen hatten wir ihn dann vermittelt ... am Freitag wurde er geholt und am Sonntag wieder zurück gebracht weil die Frau des neuen Besitzers an einer starken Hundehaarallergie litt.

Egal - nun war er eben wieder bei uns und entwickelte sich zu einem überaus freundlichen aber scheuen Hund. Nach den Erfahrungen im Mutterleib auch kein Wunder. Zu uns hatte er vollstes Vertrauen - nur Fremden gegenüber war er eben scheu. Er lief bei uns zuverlässig im Gespann und war auch mit in Finnland. Ein Musherkollege suchte eine Verstärkung mit ausgebildeten Hunden für sein Team und da wir sowieso Hunde abbauen wollten kam er mit seinem Bruder Washaki an den Chiemsee. Aufgrund seiner Scheu hatte er eine schwere Eingewöhnungszeit und gerade als er wieder Vertrauen und sich eingelebt hatte - kam er aufgrund von "tollen" Nachbarn am 06.01.2009 wieder zu uns zurück.

Nun ja - da war er wieder und diesmal haben wir uns entschieden ihn erst mal bei uns zu lassen, um seine Odyssee zu beenden. Er kam zu uns als ob er einfach nur in Urlaub gewesen war und fühlte sich von der ersten Stunde an pudelwohl. Bei den Gästen fasste der sonst so scheue Hund wieder vertrauen und taute richtig auf. Lief mit Freude im Gespann und fühlte sich in seinem Rudel sehr wohl.

Also müsste doch nun alles in bester Ordnung sein! Aber nicht doch! Man vergisst immer wieder zu was Menschen fähig sind und heute am 29.01.2009 fand ich ihn tot im Zwinger liegend. Von den anderen Hunden immer wieder mit der Schnauze anschuppst, damit er aufsteht. Ein Bild des Jammers ...

Ein gesunder, junger und körperlich gut trainierter Hund liegt plötzlich ohne jede äußerliche Verletzung tot im Zwinger. Am Vortag, in der Nacht um 04:00 und am Morgen um 07:00 war der Hund noch Topfit in seinem Zwinger und spielte mit seinen Kumpels und Abends um 19:00 liegt er tot im Zwinger ... innerlich verblutet - stellt sich dann heraus ... Symptome von Rattengift ... Morgens um 04:00 war Tumult bei unseren Hunden und ich habe nach gesehen, weil ja auch Flaffi unser Wachhund angezeigt hat, dass da was nicht stimmt - deshalb weiß ich ja auch, dass da noch alles in Ordnung war ... Leider habe ich nichts weiter gesehen und kann deshalb nichts weiter beweisen - das nächste Mal mache ich es anders und lasse Flaffi laufen - der findet denjenigen ...

Passt auf Eure Hunde oder Katzen auf, es gibt Menschen denen bedeutet das Leben dieser wehrlosen Tiere gar nichts ... es macht mir auch für die Zukunft immer mehr Angst mit solchen Menschen zusammen leben zu müssen und ich habe da überhaupt kein Verständnis - weder wenn es um Hunde oder um Katzen oder um Kühe geht ... Diese uns ausgelieferten Lebewesen so respektlos zu behandeln - zeigt einfach nur miesen Character ...

Nikita immer freundlich und gelassen - Du warst ein toller Hund und wir vergessen Dich nie und in unseren Herzen lebst Du immer weiter ...


Kenai

geboren 06.01.1994 in Göttingen

gestorben 13.04.2008 in Altmannshausen

 

Kenai: kam im Januar 1994 mit seinem Bruder Kanok als kleines halb verhungertes Bündel mit 9 Wochen zu mir. Er stammt aus einem Wurf für den der damalige arbeitslose Besitzer kein Geld mehr für Futter hatte und er war in einem wirklich sehr schlechten Zustand. Im Gegensatz zu seinem Bruder war Kenai ein sehr ruhiger Geselle und ich habe nie mehr so einen coolen Hund gesehen. Als Beispiel kann ich folgende Geschichte erzählen: Kenai hatte einmal eine Entzündung des dritten Augenlides. Zur Behandlung wird dieses Augenlid mit der Pinzette nach unten gezogen und dann werden die auf der Innenseite liegenden Bläschen mit einer Art Lötpistole verödet. Dabei raucht und stinkt es ziemlich stark. Das hat Kenai ohne Betäubung und ohne zu zucken über sich ergehen lassen. Selbst der gemessene Herzschlag ging nicht in die Höhe. So ein Vertrauen hatte er zu mir. Während der Behandlung hatte ich immer meine Hand auf ihm und das hat ihn so beruhigt.

Kenai lies sich niemals von anderen Hunden provozieren und zu irgendeiner Rauferei verleiten. Wenn er angemacht wurde stand er nur da, schaute den anderen an und wedelte mit dem Schwanz. Dann ging er völlig unbeeindruckt seine Wege oder legte sich einfach hin. Dabei hatte er eine riesen große geduld. Egal wie viel Mühe sich der andere gab um ihn zu provozieren, er behielt immer die Ruhe und war gelassen. Er konnte mit jedem anderen Hund zusammen gebracht werden und holte sie alle runter. Auf diese Weise half er mir immer wieder neue Hunde  in unser Rudel zu integrieren. Er war der ruhige Fels in jedem Zwinger. Zusammen mit seinem Bruder war er ein zuverlässiger und fleißiger Wheeler. Wann immer er eingespannt war - er arbeitete mit Freude und viel Lust. Er war bei unzähligen Touren, Rennen und auch in Finnland dabei und wir haben sehr viel zusammen erlebt. Ob Schneesturm, White-Out, Overflows, auf Rennen, auf Touren - in Österreich, der Schweiz, Finnland, Deutschland - Kenai war überall dabei. Er ist jetzt einer letzten Hunde aus meinen ersten Hundegenerationen. Vor ca. Zwei Jahren begann er schwer zu atmen und es stellte sich eine altersbedingte Lungenkrankheit heraus. Ich musste ihn gegen seinen Willen aus dem Gespann nehmen und er war trotzdem immer fröhlich. Er kümmerte sich um unseren Nachwuchs und adoptierte ihn als großer Onkel. Fit bis zum letzten Tag - traf uns sein plötzlicher Tot so völlig unvorbereitet. Leider kenne ich die Anzeichen des Sterbens bei einem Hund inzwischen nur zu gut und wir nahmen ihn mit in unser Wohnzimmer wo er friedlich in unserem Kreis gegen zwei Uhr Morgens für immer einschlief und über die Regenbogenbrücke ins Huskyparadies zu den anderen aus seinem Rudel ging.

Kenai - war so ein Hund den man nicht bemerkte - immer freundlich und gelassen - ich habe viel von Dir gelernt und wir vergessen Dich nie und in unseren Herzen lebst Du immer weiter ...


Kanok

geboren 06.01.1994 in Göttingen

gestorben 06.01.2008 in Altmannshausen

Kanok: eines Tages - im Januar 1994 - erzählte mir irgendeiner auf einem Hundetreffen, dass in Göttingen ein Arbeitsloser mit 9 Hunden sitzt und diese Hunde wären in sehr schlechtem Zustand, weil er kein Geld für Futter hat. Da sind auch noch Welpen dabei ... Zwei Tage Später saß ich mit noch zwei anderen Mushern im Auto und war auf dem Weg nach Göttingen. Uns bot sich ein schreckliches Bild - halbverhungerte Welpen mit einer total abgemagerten Mutter und weitere "Gerippe". Das konnten wir so alles nicht stehen lassen, haben mit dem "Hundebesitzer" ernste Worte gewechselt. Drei Hunde konnte er ernähren und so haben wir 6 Hunde übernommen und ich hatte auf dem Heimweg 2 der kleinen 9 Wochen alten Bündel im Auto - Kenai und einem bildhübschen schwarz-weisen Rüder mit blauen Augen - KANOK -

Während Kenai ein ganz ruhiger war, hatte Kanok schon immer den Ehrgeiz der Chef im Zwinger zu sein -  das setzte er auch durch und übernahm mit der Zeit die Rudelführung. Die Narben auf seiner Nase zeugten von seiner Stellung und wie er sie erlangt hat. Nachdem er "Chef" geworden ist, hat er allerdings keine Streitigkeiten mehr im Zwinger geduldet und alle Raufereien mit seiner Autorität sofort unterbunden in dem er sich einfach zwischen die Streithähne gestellt hat. In dem Zwinger, in dem Kanok war, gab es keine Unruhe mehr. Zusammen mit Kenai wurde er mein zuverlässigster Wheeler. Egal an welchem Ort, egal zu welcher Uhrzeit und egal welches Wetter war - Kanok hat mit Freude schwer gearbeitet. Schwerer Matschweg, über Bäume, steile Berge, blankes Eis, Tiefschnee - egal - jede Art von Trail ist er gelaufen und hatte vor nichts Angst. Er war mehrmals mit mir in Finnland, hat unzählige Touren und Rennen in ganz Europa mit mir bestritten - wie viele tausend Kilometer er vor dem Schlitten oder dem Trainingswagen gelaufen ist kann ich nicht einmal abschätzen. Gleichzeitig hat er unsere Jungen angelernt, erzogen und Faxen bei der Arbeit nicht geduldet. Eine kleine Episode ist zum Beispiel: unsere Akhuna hat immer rumgezickt beim Einspannen. Da hat Konok (er war neben ihr) einmal seine Zähne gezeigt und sie so heftig angeblafft, dass Akhuna sich als erstes respektvoll hingelegt hat, dann sofort wie eine Eins im Geschirr stand und neben Kanok nie mehr rumgezickt hat. Christiane und ich haben uns nur angeschaut und gewundert wie schnell er geschafft hat, was wir sooo nicht hinbekommen hätten. Er war in jeder Hinsicht ein wertvoller Hund und er hat uns sehr viel Freude gemacht und Liebe geschenkt. Gleichzeitig war er so still, dass wir immer besonders an ihn denken mussten, um ihn nicht zu vernachlässigen. Er war einfach zu Stolz um nach Streicheleinheiten zu verlangen und hat sie eher still genossen. Was ich mit ihm in den 14 Jahren alles erleben durfte, kann ich hier gar nicht alles aufzählen und er war immer gesund und ist selbst mit 13 Jahren noch immer im Oldiegespann freudig mit gelaufen. Bis er vor etwa einem dreiviertel Jahr ein leider bösartiges schnellwachsendes Geschwür am Enddarm bekam. Es wurde 2 zweimal innerhalb eines halben Jahres operiert, kam aber immer schneller wieder. Das letzte Geschwür saß genau am Darmausgang und er hat innerhalb von zwei Tagen ganz rapide abgebaut. Dann bekam er so große Schmerzen und hat sehr gelitten, eine weitere Operation war leider nicht möglich und wir mussten ihn genau an seinem 14. Geburtstag erlösen. Solche Entscheidungen fallen mir immer sehr schwer, doch seine Schmerzen waren so groß und da konnte ich nicht mehr zuschauen.

Kanok - ich habe viel von Dir gelernt und wir vergessen Dich nie und in unseren Herzen lebst Du immer weiter ...


Shuyak

geboren Mai 1996 wir wissen nicht wo

gestorben 05.08.2007 in Eckental

    

Shuyak: Der „Schöne“ - so nannten wir ihn immer - wurde 11 Jahre und war ein bildhübscher Siberian Husky, dem allerdings das „Desire to Go“  abging. Er hasste Dreck, Regen und Pfützen dafür liebte er das Spazierengehen, war gern im Haus und forderte dort seine Streicheleinheiten sehr direkt ein. Er hatte irgendwie immer mit seiner nicht gerade guten Vergangenheit zu kämpfen und wollte einfach nicht allein sein. Er brauchte immer Gesellschaft - von Mensch oder Hund. Mit seinem Charme hat er alle "rum gekriegt" - auch Ute unsere Doghandlerin hatte er voll im Griff und sie war so in ihn verliebt ... er ging jedem Streit aus dem Weg und gab sogar sein Futter her ... er war ein guter Hund und Freund ...

Er wurde Ralf mit 6 Jahren zur Vermittlung in Pflege übergeben. Nachdem er in einer Hundepension abgestellt wurde, die für 14 Tage im Voraus bezahlt war, meldeten sich die alten Besitzer nicht mehr. Die Hundepensionsbesitzerin forschte lange nach und als sie die alten Besitzer ausfindig gemacht hat, meinten diese nur, dass es Ihnen egal wäre, was mit Shuyak passiert. Sie könnten ihn von ihnen aus auch einschläfern - Hauptsache sie wären ihn los! Weitere Recherchen ergaben dann noch, dass Shuyak von der ehemaligen Besitzerin heftig geschlagen und misshandelt wurde und so zunächst eine Angst vor Frauen entwickelt, die sich hier allerdings inzwischen wieder gegeben hatte. Er hatte gelernt, das es auch ganz liebe Frauen gibt! J Übrigens hieß Shuyak damals Ben, auch wenn wir ansonsten Hundenamen belassen; konnte Ralf es einfach nicht mit ansehen, dass so ein toller Husky einen so unpassenden Namen besitzt und taufte ihn zu Shuyak um.

Shuyak, der im  Grunde seines Herzens ein Haushund war, ist am Sonntag den 05.08.2007 mitten in der Nacht ohne jegliche Vorwarnung oder Anzeichen verstorben. Wir hatten so lange - viele Jahre - nach einem passenden Zuhause für ihn gesucht und endlich hatten wir liebe Menschen gefunden, die seiner Sehnsucht (im Haus verwöhnt zu werden) nachkommen konnten. Und Menschen die auch Shuyak akzeptierte. Er hatte sich gleich in die Beiden verliebt und ist voller Freude mit ihnen gegangen. Bilder die sie uns zugeschickt haben, zeigten einen völlig entspannten und sich wohlfühlenden, glücklichen Shuyak. Leider war ihm und den neuen Besitzern dieses Glück nur kurz gegönnt und er konnte sich daran nur eine Woche erfreuen. Ist er noch freudig tollend mit den beiden neuen Besitzern am Abend spazieren gegangen, um vor dem Schlafen mit ihnen noch eine Runde zu schmusen, entschlief er plötzlich und völlig unerwartet in der Nacht zum Sonntag. Wir vermuten einen Hirnschlag oder Herzanfall. Für uns alle ein Schock, da Shuyak ein kräftiger und gesunder Hund war, ohne irgendwelche Anzeichen von körperlichen Schwächen. Doch leider schreibt das Leben oft ein anderes Drehbuch als erwartet ...

Shuyak wir vergessen Dich nie...


A-New Moon Fever

geboren 10.02.2005
gestorben 21.10.2006 in Altmannshausen

   

Moon kam erst vor 4 Wochen zusammen mit Little zu uns. Sie war am Anfang sehr scheu und zurückhaltend. Doch jetzt hatte sie sich so gut eingelebt, hörte auf ständig zu heulen und hatte sich mit unseren 5monatigen Welpen super angefreundet und spielte mit ihnen. Sie freute sich, wenn wir in den Zwinger kamen und war sehr anhänglich und liebesbedürftig. Durch Ihre fast zarte Art und Weise mochte sie jeder sofort. Sie konnte so wunderschön ihren eigenen Namen sagen "MOOOOOOOONNNNNNN" ...

Sie war als Coleader im Gespann, lief mit Freude, bekam immer mehr Kondition und konnte schon längere Strecken gut mithalten, war schon für die nächsten Rennen mit eingeplant ... Wir waren froh sie zu haben und hatten sie sehr gern ... Doch wieder ein Beispiel zu was Menschen fähig sind und ich musste einen Tag vor meinem Geburtstag einen Hund begraben! Am 21.10.2006 kamen wir Morgens zum Zwinger und - sie lag tot vor der Hütte, die sie so gern hatte. Keine äußeren Verletzungen, keine Anzeichen vorher und wir waren vollkommen ratlos - kein Hund stirbt einfach so über Nacht - jetzt wissen wir: VERGIFTET! Mal knapp über 1,5 Jahre durfte sie nur leben, weil wieder ein Mensch glaubte so etwas feiges und hirnrissiges tun zu müssen. Es war nun der vierte Hund, innerhalb meiner zwanzigjährigen Schlittenhundehaltung, der mir vergiftet worden ist! Das sind genau vier zu viel! Die Zäune um unser Grundstück werden immer höher und dichter, immer mehr Überwachungskameras und mein Glaube an die Menschen sinkt immer weiter - dafür steigt mein Zorn immer mehr ... Passt gut auf Eure Hunde auf, die Verrückten werden anscheinend immer mehr und leben in unmittelbarer Nähe! Ich habe ihr noch in die Augen gesehen und mit ihr geschmust - am Abend vorher - nach dem Füttern und mich gefreut, dass wir sie haben und sie hat mich auch ganz vertrauensvoll angesehen - dieses bei uns gewonnene, neue Vertrauen hat ihr jetzt das Leben gekostet ... Mir fehlt jedes Verständnis für solche dummen, gefühlslosen  und hirnlose Menschen! Das ist auch noch absolut feige sich so heimtückisch an einem wehrlosen Tier zu vergreifen! Sie liegt neben unserer Lara und

Moon - wir vergessen Dich nie ...


Lara

geboren 19.11.1992 in Norwegen
gestorben 24.07.2006 in Altmannshausen

   

   

Diese süße Maus haben wir nach einer langen Leidensgeschichte übernommen. Sie stammt aus einer Topzuchtlinie (Zero), schon als Welpe hatte sie in der Profizucht nicht gerade das beste Leben  und wurde dann  in Norwegen wie eine Hose beim Versandhandel bestellt. An Autobahnraststätten wurde sie von Auto zu Auto weiter gereicht bis sie am Bestimmungsort in Deutschland angekommen war. Dort wurde sie ohne Eingewöhnungszeit sofort in einen Zwinger mit 16 Hunden gesteckt, die sind gleich über sie hergefallen und haben sie lebensgefährlich verletzt - jetzt wollte sie der Besteller (den Namen will ich nicht sagen, denn ihn kennen fast alle) auf einmal nicht mehr und so kam sie mit 2,5 Jahren zu uns ...

OP und lange Genesungszeit ... Sie war so Scheu und es dauerte fast 1,5 Jahre mit viel Geduld bis sich ohne Angst von mir anfassen ließ ... Sie war ein Top-Schlittenhund, lief noch im Trab während die anderen schon galoppierten, lief im Lead zusammen mit Inuk als Spitzen-Führungsteam, wurde uns gegenüber sehr zutraulich doch Fremden gegenüber hat sie Ihre Scheu nie mehr ganz verloren ...

Vor drei Jahren bekam sie Krebs - erste OP - dann kam er wieder der KREBS und der Tierarzt stellte lauter Metastasen im ganzen Körper fest - vor allem in der Lunge ... er gab Lara vielleicht noch ein halbes Jahr ...

Doch dann kämpfte sie tapfer bis zum Schluss noch drei Jahre in denen Sie den Zwinger als Grand-Dame immer noch voll im Griff hatte ... Am 24.07.2006 00:21 verlor sie dann aber den Kampf gegen die Krankheit und schlief ohne Schmerzen von allein auf meinem Schoß ein ... wir vergessen sie nie ...


Sinai

geboren 13.06.2005 in Altmannshausen
gestorben 28.05.2006 in Altmannshausen

   

Sinai stammt aus unserem eigenen Wurf und wurde am 13.06.2005 als Tochter von Taya bei uns kerngesund geboren. Sie sah äußerlich Ihrer Schwester Akhuna so sehr ähnlich, dass wir sie manchmal mit einander verwechselten. Vom Charakter her waren sie aber grundverschieden. Sinai war eine liebe, vorsichtige und sehr anhängliche Hündin, die mit allen überaus freundlich und zart umging. Im Gespann meiner Frau lief sie schon mit Freude und wurde von Kenai als Onkel adoptiert. Die beiden waren ein Herz und eine Seele, er passte auf sie auf und verteidigte Sie ... Sie lief nur neben ihm ...

Leider konnte er sie nicht vor allem schützen! Sie wurde vergiftet und bekam fürchterliche Krämpfe ... die erste Behandlung hat uns viel Hoffnung gegeben - sie war wieder zu Hause und vollkommen normal ... doch leider war das Gehirn durch das Gift zu stark angegriffen und sie bekam ganz plötzlich und unerwartet wieder die Krämpfe am ganzen Körper - ich habe sie auf meinem Schoß gehalten und war hilflos - auch der Tierarzt konnte ihr trotz schneller intensiver stationären Behandlung nicht mehr helfen und wir mussten Sie erlösen ...

Warum jemand so ein liebes Geschöpf vergiftet? Neid auf unsere Huskyfarm, Dummheit, Rohheit, Feigheit, einfach nur Gefühllosigkeit, Tier- oder Hundehasser ... Nun - ich weiß nicht was in so einem Kopf vorgeht und kann es auch nicht nachvollziehen! Ich kenne nur meine Gedanken als ich in Ihre Augen sah und sie mich um Hilfe angefleht hat und ich Ihr nicht helfen konnte, als ich sie beerdigt habe und mir vorgestellt habe wie tief ein Mensch sinken muss, um so etwas zu tun ...

Es ist leider nicht das erste Mal, dass mir ein Hund vergiftet worden ist - in den 20 Jahren war es der dritte - Leider ist die Sinai daran gestorben - die anderen konnten gerettet werden - doch ist es nicht traurig, dass ich meinen Zwinger nun mit Kameras überwachen muss, um meine Hunde zu schützen und das Gesetz für so einen nicht härtere Strafen vorsieht?

Sinai - wir vergessen Dich nie!



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Wir sind beide seit 2006 Inhaber des Diploms "Better-Mushing I" vom VDSV
Stand: 03. Februar 2015